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Günzburg

18.07.2019

Auszeichnung: Die ganze Welt im Kindergarten

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Der evangelische Kindergarten Günzburg ist als zweite Einrichtung in Schwaben als „Eine-Welt-Kita“ ausgezeichnet worden. Mit den Kindern, Eltern, Erzieherinnen und der Leiterin Martina Dittmayer (in der Bildmitte) freuen sich auch Pfarrer Friedrich Martin, Stadträtin Ursula Seitz, Carmen Rehm vom Eine Welt Netzwerk Bayern und Thomas Wolf von der Lenkungsgruppe Günzburg (hinten, von rechts).

Als zweite Einrichtung in Schwaben ist der evangelische Kindergarten Günzburg als Eine-Welt-Kita ausgezeichnet worden. Das steckt hinter dem Zertifikat.

Wenn man sich im evangelischen Kindergarten Günzburg so umschaut, ist hier nicht nur die ganze Welt schon längst zu Hause –, sondern auch die ganze Galaxis. Über dem großen, runden Teppich, gleich im Eingangsbereich, ist das komplette Sonnensystem aufgehängt. Dass die Einrichtung mit den zwei Kindergarten- und der Krippengruppe jetzt Eine-Welt-Kita ist, wie es ein Schild gleich am Eingang stolz verrät, scheint da nur eine logische Konsequenz zu sein. So sieht es auch Martina Dittmayer, die Leiterin der Einrichtung: „Die Kinder leben und tragen das Thema ganz selbstverständlich aus“, sagte sie bei der kleinen Feier, mit der die Kita ihr neues Zertifikat in Empfang nahm.

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Weltkarten, Globen und Bücher gehören zur Grundausstattung

Der Anstoß zur Bewerbung sei aus dem Elternbeirat gekommen – und im Team seien sofort alle Feuer und Flamme dafür gewesen. Immerhin passiert im Kindergarten schon eine ganze Menge, um den Eine-Welt-Gedanken zu unterstützen, wie Carmen Rehm vom Eine Welt Netzwerk Bayern aus der Bewerbung zitierte. Nicht nur fair gehandelter Kaffee, Schokolade, Bananen und Blumen werden genutzt – die Kinder befassen sich auch mit großer Begeisterung mit Weltkarten, Globen und Büchern, die zeigen, wie groß und vielfältig die Welt eigentlich ist. Gemüse und Obst werden gemeinsam im Garten angebaut, beim Basteln aus Müll das Thema Upcycling besprochen.

Eltern erzählen aus ihren Herkunftsländern

Und auch die Zulieferer wählt der Kindergarten sorgfältig aus – hier spielt Nachhaltigkeit, Regionalität, aber auch Inklusion eine entscheidende Rolle. Nicht zuletzt sind es die Eltern der Kinder – 21 Nationen sind nach Angaben von Stadträtin Ursula Seitz im Kindergarten vertreten – die mit Geschichten aus ihren Herkunftsländern und Vorlesetexten in ihren Muttersprachen die große Welt in die kleine Welt des Kindergartens bringen. Pfarrer Friedrich Martin sieht den Effekt: „Ich erlebe bei den Kindern interkulturelles Lernen.“ Auch er freut sich über das Konzept und die Auszeichnung der kirchlichen Einrichtung.

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Der evangelische Kindergarten freut sich zw

Schon am Eingang macht der evangelische Kindergarten Günzburg mit einem Schild seinen neuen Titel deutlich.

ar über sein derzeitiges Alleinstellungsmerkmal, das er als einer von zwei Einrichtungen in Schwaben und von sieben in Bayern mit dem Zertifikat als „Eine-Welt-Kita“ hat. Martina Dittmayer denkt aber schon einen Schritt weiter: „Es wäre schön, wenn weitere Einrichtungen folgen werden. Wir hoffen, dass wir damit für unsere Welt etwas Gutes tun.“

Etwas Gutes gab es zur Feier des Tages natürlich auch für die Kindergartenkinder, die bewundernswert konzentriert der Feier gelauscht hatten, die sie mit zwei Liedern bereicherten: Stadträtin Ursula Seitz brachte einen aufblasbaren Globus mit detaillierter Weltkarte mit, von Thomas Wolf von der Lenkungsgruppe der Fairen Stadt gab es fair hergestellte Bälle, faire Schokolade für die Kinder – und auch eine Packung fairen Kaffee für die Erzieherinnen.

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