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Bauausschuss I: Spielgerät statt Sandkasten

Bauausschuss I

Spielgerät statt Sandkasten

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    Auf dem Spielplatz in Großkötz wird aus Gründen der Hygiene der Sandkasten verschwinden. Stattdessen soll ein kleineres Spielgerät angeschafft werden.
    Auf dem Spielplatz in Großkötz wird aus Gründen der Hygiene der Sandkasten verschwinden. Stattdessen soll ein kleineres Spielgerät angeschafft werden. Foto: Lorenz

    Kötz Kleinkinder sollen künftig daheim im Sand buddeln. Der Kötzer Bauausschuss hat beschlossen, den Sandkasten am öffentlichen Spielplatz in Großkötz zu entfernen. Aus Gründen der Hygiene, so Bürgermeister Ernst Walter, sei ein Sandkasten wenig geeignet für eine öffentliche Spielfläche. Als Ersatz soll ein Wippbalken oder eine Hüpfplatte angeschafft werden. Grund zur Freude haben die Schulkinder, für die es bei der Alois-Kober-Grundschule demnächst auch ein Spielgerät geben soll.

    Offensichtlich wird das Buddelangebot für die Kleinen auf dem Spielplatz am Asternweg nicht allzu intensiv genutzt, was im Sand sprießende Wildkräuter zeigen. Die jährliche Sicherheitsüberprüfung dokumentierte auch, dass die Holzeinfassung des Sandkastens marode ist und erneuert werden müsste. Außerdem, so Walter, sei die Gemeinde verpflichtet, den Sand einmal pro Jahr bis zu einer Tiefe von 60 Zentimetern auszutauschen. Also beschloss man einstimmig, den Sandkasten durch ein Spielgerät zu ersetzen, das neben Rutsche, Schaukel, Kletteranlage, Wippgerät und Holzhaus platziert werden soll. Die große Rasenfläche zum Rennen und Ballspielen bleibt unangetastet. Auf der Westseite wird außerdem auf einer Länge von knapp 33 Metern ein demolierter Maschendrahtzaun durch einen stabileren Stabmattenzaun ersetzt.

    Auf einer Wackelbrücke dürfen die Grundschulkinder demnächst ihren Gleichgewichtssinn üben. Der Elternbeirat will das 4,3 Meter lange Spielgerät, das knapp 1300 Euro kostet, spendieren. Schulleiterin Veronika Lorych plädierte vor dem Bauausschuss für die Aufstellung des Geräts: Man wolle damit die Bewegungslust der Kinder fördern, wofür es auch an vielen anderen Schulen Gelegenheit gebe. Dass die Wackelbrücke auch nachmittags Kinder zum Spielen auf das Schulareal locken könnte, war in den Augen der Schulleiterin kein Problem. „Es ist dort sowieso am Nachmittag Betrieb“, sagte sie, da werde Tischtennis und Basketball gespielt, auch die Kletterwand am ehemaligen Bauhofgebäude lockt.

    Rechtlich gesehen entstehe durch das Aufstellen der Wackelbrücke ein neuer Spielplatz, was die Gemeinde zur jährlichen Sicherheitsprüfung und den Hausmeister der Schule zur wöchentlichen Sichtprüfung der Geräte verpflichte, erfuhren die Mitglieder des Bauausschusses am Donnerstagabend vom Bürgermeister. Wenngleich in der Sitzungsvorlage noch empfohlen wurde, „aus bauplanerischen und sicherheitsrechtlichen Gründen“ der Errichtung der Wackelbrücke nicht zuzustimmen, stimmten die Bürgervertreter dann doch einhellig für das neue Spielgerät.

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