Deisenhausen Anfang der 90er Jahre waren sie akut vom Aussterben bedroht. Zu wenig Milchleistung: Für das "Original Braunvieh" war kein Platz mehr in der modernen Landwirtschaft, in der immer mehr hochgezüchtete Kühe im Einsatz sind. Doch inzwischen hat man den Wert des "Original Braunviehs" wieder erkannt. Auf einer Wiese des Guts Glaserhof bei Deisenhausen sind derzeit einige Exemplare zu sehen. Die Stiftung KulturLandschaft Günztal und der Landkreis Günzburg hoffen, dass es im Günztal bald noch mehr werden. Denn die Beweidung von Grünflächen durch Braunvieh hat für die Landschaft eine ganze Menge von Vorteilen. Die beweideten Grünflächen können sich zu bemerkenswerten Lebensräumen für viele andere Tiere entwickeln. Ottmar Frimmel von der Unteren Naturschutzbehörde verweist beispielsweise darauf, dass auch die Störche Grünflächen für die Nahrungssuche benötigen würden. 15 Storchenpaare befinden sich inzwischen wieder im Landkreis Günzburg. Doch die intensive Landwirtschaft, insbesondere der massive Maisanbau sei für die weitere Entwicklung durchaus problematisch. Peter Guggenberger-Waibel, Geschäftsführer der Stiftung KulturLandschaft Günztal, hofft, dass durch Projekte wie im Günztal der Bestand an "Original Braunvieh" langfristig gestärkt werden kann.
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Einige Tiere des "Original Braunviehs" sind derzeit im Bereich des Guts Glaserhof zu sehen. Sie sollen im Günztal langfristig wieder heimisch werden. Unser Bild zeigt die Tiere mit (von links) Marc Pollack (Antikwerk Gut Glaserhof), Ottmar Frimmel (Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt) und Peter Guggenberger-Waibel (Stiftung KulturLandschaft Günztal). Foto: Peter BauerFoto: Peter Bauer