Startseite
Icon Pfeil nach unten
Günzburg
Icon Pfeil nach unten
Kammeltal
Icon Pfeil nach unten

Bürgerversammlungen: Kritik am Flexibus im Kammeltal

Bürgerversammlungen

Kritik am Flexibus im Kammeltal

  • |
  • |
  • |
    Die Einteilung der Flexibuszonen begeistert nicht alle Kammeltaler.
    Die Einteilung der Flexibuszonen begeistert nicht alle Kammeltaler. Foto: Foto: Ernst Mayer

    Kammeltal Das Flexibusmodell für den Landkreis Günzburg war bei den Bürgerversammlungen im Kammeltal ein viel diskutiertes Thema. Neben Fragen zu den Kosten, Haltestellen und Fahrzeiten war insbesondere die Einteilung des Landkreises in Zonenbereiche auf Unverständnis gestoßen. Optimal fanden viele Kammeltaler diese Lösung nicht, tendiert doch das obere Kammeltal aus historischen Gründen in den südlichen Landkreis nach Krumbach, während das untere Kammeltal sich nach Günzburg und Burgau orientiert. Angebunden ist das Kammeltal aber nur an die Flexibuszone Ichenhausen.

    Das verursachte bei einigen Bürgern Unmut. Das Einzugsgebiet des Krumbacher Flexibusses sei sehr viel größer, während der nördliche Landkreis in viele kleinere Gebiete zersplittert sei. Eine Aufteilung in zwei Zonen fanden sie sinnvoller. Bürgermeister Konrad Wiesner wurde aufgefordert, in diesem Sinne beim Landkreis zu intervenieren.

    Kritisiert wurde der Beschluss des Gemeinderates, auf die Abschaltung der Straßenbeleuchtung während der Nachtstunden zu verzichten und stattdessen in ein Energiesparmodell zu investieren. Die Gemeinde habe nun einmal eine Verkehrssicherungspflicht, die mit Haftungsfragen verbunden ist, erklärte Bürgermeister Wiesner. Ausschlaggebend sei letztlich zudem der Wille eines Großteils der Bürger, der eine Abschaltung abgelehnt habe. Schon vor etwa zehn Jahren habe es eine solche Abschaltung der Straßenbeleuchtung versuchsweise gegeben, die jedoch zu heftigen Protesten in der Bevölkerung geführt hätten. Mit dem gefundenen Kompromiss könne jeder leben, fand Wiesner.

    Ein anderer Bürger kritisierte, dass die Gemeinde trotz rückläufiger Geburtenzahlen drei Kindergärten unterhalte, jedoch nur eine Schule in Wettenhausen. Ebenso wollte er wissen, warum der künftige Sitzungssaal der Gemeinde in das Schulgebäude in Ettenbeuren verlegt werden soll, wenn dieses Gebäude absehbar auch in späteren Jahren nicht mehr genutzt werde. Er schlug vor, Gemeinderatssitzungen künftig in den Vereinsheimen abzuhalten und das Schulgebäude in ein Seniorenheim umzubauen.

    Nah bei den Familien

    Bürgermeister Wiesner stimmte dem Vorschlag unter wirtschaftlicher Betrachtungsweise zu, widersprach jedoch aus sozialen Gründen. Kindergärten müssten nah bei den Familien sein, damit diese Einrichtungen verkehrstechnisch für die Familien auf kurzem Weg erreicht werden könnten. Der Zweite Bürgermeister Josef Engelhardt erklärte, dass der neue Sitzungssaal künftig barrierefrei für alle Zuhörer erreicht werden könne, was bislang nicht der Fall war.

    Schulbus führte zu Diskussionen

    Ein weiteres Thema war der Breitbandausbau im Kammeltal. Bürgermeister Wiesner argumentierte, dass die Breitbandversorgung nicht Aufgabe der Gemeinde sei, wertete die Beschwerden jedoch als Antrag an den Gemeinderat, der sich mit der Sache befassen wird.

    Nochmals wurde auch die Schulbus-Situation angesprochen. Ein Bürger erklärte, dass die Fahrt des Schulbusses über den „Kirchweg“ in die Sonnenstraße keine Zeitersparnis bringe und die Kinder zudem an nicht offiziell eingerichteten Haltestellen aussteigen müssen. Die Schulbusse nach Wettenhausen würden zu spät fahren und die Kinder nicht rechtzeitig in die Grundschule kommen. Bürgermeister Wiesner erläuterte die Schulbusführung, insbesondere die Linie 871. Verbesserungen brachte der Einsatz eines weiteren Busses für das untere Kammeltal. Die Führung über den „Kirchweg“ diene dazu, den Kindern aus Ettenbeuren eine frühere Heimkehr zu ermöglichen. Der Gemeinderat werde das Thema diskutieren.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden