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Feuerwehr Leipheim

02.02.2020

Der erste Einsatz 2019 kam noch in der Neujahrsnacht

Im Kreis der Freiwilligen Feuerwehr Leipheim fühlen sich diese Herren und eine Dame sichtlich wohl. Sie freuten sich bei der Dienstversammlung über die Aufnahme in die Wehr per Handschlag, über eine Ehrung oder eine Beförderung. Neu gewählt wurde Zweiter Kommandant Marvin Gräß (Dritter von rechts).
Bild: Sandra Kraus

Welche Einsätze die Leipheimer Feuerwehr im vergangenen Jahr am häufigsten zu bewältigen hatte.

Als ein eher ruhiges Jahr hat Leipheims Feuerwehrkommandant Martin Schmitz in der Dienstversammlung 2019 bezeichnet. 108 Einsätze und 2385 Einsatzstunden waren es trotzdem. Dazu noch 41 Übungen und 78 Lehrgangs- und Weiterbildungsbesuche. Dabei ging es nicht nur um die Atemschutzgeräteträger, sondern um Fahrsicherheitstraining mit dem Lastwagen, Frühdefibrillation, Realbrand, Höhenrettung oder Drohnen im Feuerwehreinsatz.

Kommandant Schmitz verlangt seiner 60-köpfigen Mannschaft einiges ab. Und wenn heuer das Drehleiter-Fahrzeug wie geplant kommt, dann wird auch hier wieder Fachwissen eingefordert werden. „Nur, wer sich ständig weiterbildet, wird den bevorstehenden Aufgaben gewachsen sein“, sagte Schmitz und bedankte sich bei den Aktiven für ihre Bereitschaft, in der Feuerwehr tätig zu sein und bei ihren Partnern, die während der Einsätze auf ihre Liebsten verzichten müssen.

Die Technische Hilfeleistung ist am gefragtesten

Am häufigsten wurde die Wehr zur Technischen Hilfeleistung gerufen. 50 Mal mussten Auto- und Lastwagen-Fahrer gerettet, Unfallstellen ausgeleuchtet, der Verkehr geregelt oder Keller leergepumpt werden. 16 Mal wurden sie auf die Autobahn A8 gerufen. 34 Mal rief der Alarm zur Brandbekämpfung, zwölf Mal wurde eine Sicherheitswache geleistet. Der allererste Einsatz fand noch in der Neujahrsnacht 2019 statt, als um 1 Uhr ein Container brannte. Im Juli musste ein flugunfähiger Storch eingefangen werden, es galt Türen zu öffnen, Wohnungsbrände zu löschen und eingeklemmte Personen aus Fahrzeugen zu bergen. Für dieses Jahr steht nicht nur die Inbetriebnahme des Drehleiter-Fahrzeugs an, sondern auch verschiedene Umbauarbeiten im Feuerwehr-Gerätehaus. Auf der Wunschliste der Feuerwehr stehen ein Wechselladerfahrzeug, ein Versorgungs-Lkw und ein neuer Mannschafts-Transportwagen.

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Nachdem der Zweite Kommandant Pasqualino Reitenauer sein Amt aus privaten und gesundheitlichen Gründen niedergelegt hatte, musste ein Kandidat für die Nachfolge gesucht werden. „Nach einiger Zeit und fast schon kurz vor Schluss erklärte sich Marvin Gräß bereit, dieses anspruchsvolle Amt zu übernehmen. Aus meiner Sicht eine zukunftsfähige und kompetente Lösung“, sagte Kommandant Schmitz.

Lob und Dank für die Feuerwehr

Bei der geheimen Wahl bekam Marvin Gräß 35 Ja-Stimmen, vier Enthaltungen und eine Nein-Stimme. Der 25 Jahre alte Münchner Berufsfeuerwehrmann ist damit neuer Vize-Kommandant. Als Zwölfjähriger stieg er in Leipheim bei der Jugendfeuerwehr ein. Aktuell sind dort sieben Jugendliche. Jugendwartin Antje Schmitz berichtete von den 24 Übungen. Ein Höhepunkt war der Berufsfeuerwehrtag im Gerätehaus, der 24 Stunden dauerte und die Jugendlichen in verschiedensten Einsätzen forderte.

Lob und Dank gab es für die Feuerwehr nicht nur von Bürgermeister Christian Konrad, sondern auch von Kreisbrandrat Stefan Müller. „Sehr gut aufgestellt, ein sehr hoher Ausbildungsstand“, stellte er fest. Außerdem mache die Leipheimer Wehr eine sehr gute Arbeit in den sozialen Medien. „Bleibt wie ihr seid und stellt euch den Herausforderungen“, fasste Müller zusammen. Mit Wehmut verabschiedete sich Thomas Stuhler aus gesundheitlichen Gründen von der aktiven Wehr und dankte den Kameraden.

Eine "Rasselbande" von großer Bedeutung für die Wehr

Erfolgreich unterwegs sind nicht nur die Aktiven, sondern auch der Feuerwehrverein. Vorsitzender Martin Stark erinnerte an kameradschaftliche Stunden im Brandstüble, an das Herbstfest, an den wegen des Regens schlechten Mai-Flohmarkt und an den besseren September-Flohmarkt sowie an den Maibaum, der 2019 nicht aufgestellt werden konnte, weil er von den Böcken gerutscht war und die Standsicherheit nicht mehr gegeben war.

Eine „Rasselbande“ hat Antje Schmid mit der 19-köpfigen Kinderfeuerwehr zu betreuen. Und die jüngsten Feuerwehrler sind stolz, dass sie im Pilotprojekt „Persönliche Schutzausrüstung für die Kinderfeuerwehr“ dabei sind und sich mit ihren Latzhosen, Jacken und Anstoßkappen ganz groß fühlen können. Kurz und zackig war der Kassenbericht von Schatzmeister Tobias Stuhler. Nicht so einfach gestaltete sich die Wahl der Vertrauensperson. Beim ersten Wahlgang hatten sich wohl eingesetzte Führungsdienstgrade und Unter-16-Jährige beteiligt, sodass ein zweiter Wahlgang nötig wurde. Gewählt wurde Georg Stuhler mit 27 Stimmen. Für Pierre Reinwarth hatten 16 gestimmt.

Ernannt, befördert, geehrt

Aufnahme in die Jugendfeuerwehr: Felix Schmid.

Aufnahme in die aktive Wehr: Stefan Esch, Dennis Fischer, Felix Frank, Dennis Hörsch, Vanessa Mahmuti, Sven Spreda und André Walter.

Beförderungen: Feuerwehrmann: Matthias Hoffmann und Dennis Hörsch. Feuerwehrfrau: Vanessa Mahmuti. Oberfeuerwehrmann: Felix Frank. Hauptfeuerwehrmann: Stefan Esch. Löschmeister Georg Stuhler.

Ehrungen für aktiven Dienst: 20 Jahre Michael Heinzmann und Alexander Bittner, 25 Jahre Pasqualino Reitenauer, 30 Jahre Stefan Hilble, 35 Jahre Georg Stuhler, 40 Jahre Martin Gräß und Hermann Winkler, 48 Jahre Georg Felber.

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