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Günzburg: Die Spuren von Gontia

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Die Spuren von Gontia

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    Zur Zeit der Römer lebten in Günzburg Menschen aus aller Herren Länder – Funde in der Stadt erzählen über ihre Geschichte.
    Zur Zeit der Römer lebten in Günzburg Menschen aus aller Herren Länder – Funde in der Stadt erzählen über ihre Geschichte. Foto: Bernhard Weizenegger

    Der irische Schriftsteller Oscar Wilde hat die Erkenntnis hinterlassen: „Wir sind, wer wir waren.“ Wer waren die Menschen, die um das Jahr 100 nach Christus im heutigen Günzburg, dem damals römischen Gontia, gelebt haben? Welche Spuren haben sie bis heute hinterlassen? Diesen Fragen gehen Wissenschaftler im Rahmen eines großen Forschungsprojekts nach. Einer dieser Experten ist der Archäologe und Historiker Martin Grünewald. Bei einem Vortrag von Volkshochschule, Stadt und Historischem Verein berichtete er im gut besuchten Forum am Hofgarten über erste Zwischenergebnisse. Ein Fazit: „In Gontia lebte ein buntes Völkergemisch. Es war ein Schmelztiegel.“ Die Menschen waren aus Süd- und Westeuropa, aus Syrien und Nordafrika gekommen. Irgendwie wiederholt sich Geschichte doch. „Günzburg ist einzigartig“, stieg Grünewald in seinen Vortrag ein. Zumindest aus archäologischer Sicht. Denn entlang der Ulmer Straße sind mehr als 1800 Gräber gefunden worden. Günzburg darf sich deshalb des größten nach modernen Methoden erforschten rein römischen Gräberfeldes nördlich der Alpen rühmen. „Ein Schatz“, betonte Grünewald.

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