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Günzburg: Legoland erweitert: Ein Fahrgeschäft zieht um

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Legoland erweitert: Ein Fahrgeschäft zieht um

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    Legoland erweitert: Ein Fahrgeschäft zieht um
    Legoland erweitert: Ein Fahrgeschäft zieht um

    Die dreistellige Zahl hat die Stadt Günzburg zwar knapp verpasst, dennoch ist die Bilanz ordentlich: Insgesamt 93 Baugenehmigungen hat die Große Kreisstadt in diesem Jahr erteilt, die Verwaltung geht von Investitionskosten von insgesamt 41 Millionen Euro aus. Ein letztes Großprojekt für dieses Jahr stand in der voraussichtlich letzten Bauaussschuss-Sitzung dieses Jahres noch auf der Tagesordnung: Wieder einmal erweitert der Freizeitpark Legoland sein Angebot.

    Seit der Eröffnung hat Legoland in Günzburg kräftig investiert

    Dass der Klötzchenpark baut und baut, ist in Günzburg inzwischen selbstverständlich geworden- Oberbürgermeister Gerhard Jauernig erinnerte daran, dass seit der Eröffnung von 17 Jahren – an seinem damals 17. Tag im Amt – praktisch kein Jahr vergangnen sei ohne einen Bauantrag aus dem Legoland. „Die Entwicklung seit der Eröffnung ist gigantisch. Wir konnten damals nicht ahnen, welche Dynamik und Substanz dahinter steckt.“ Besonders erfreulich für die Stadt: An den millionenschweren Investitionen seien häufig Firmen aus der Stadt oder der Region beteiligt. Außerdem gewinne der Standort durch die stetigen Erweiterungen immer mehr an Attraktivität – und auch die Kaufkraft bleibe durch Legoland in der Region.

    Daten und Fakten zum Legoland

    Gäste aus 120 Nationen haben im vergangenen Jahr im Legoland-Feriendorf übernachtet. Mit 41 Prozent stellen Besucher aus Deutschland nach wie vor den Löwenanteil, gefolgt von der Schweiz (18 Prozent), Österreich (elf Prozent), Italien (fünf Prozent) und der Tschechischen Republik, aus der vier Prozent der Besucher kommen.

    Die Merlin Entertainments Group, zu denen auch Legoland Deutschland gehört, vereint derzeit 127 Attraktionen auf vier Kontinenten unter einem Dach. Unter anderem sind die Sea Life-Aquarien und die Wachsfigurenausstellungen von Madame Tussaud’s Teil der Gruppe.

    Unternehmensangaben zufolge kamen im vergangenen Jahr 67 Millionen Besucher weltweit dorthin. Insgesamt 26 000 Mitarbeiter in 23 Ländern arbeiten für Merlin. Im Jahr 2019 sind zehn Neueröffnungen von Attraktionen weltweit geplant, 2020 soll Legoland New York starten.

    Auf etwa sieben Millionen Euro schätzt der OB die Kosten für das nächste große Vorhaben, das der Bauausschuss des Günzburger Stadtrats diesmal auf dem Tisch liegen hatte. Denn neben dem Bau eines neuen Parkbereichs mit einem weiteren Kinogebäude plant der Freizeitpark erstmals seit seiner Eröffnung 2002, ein bestehendes Fahrgeschäft zu versetzen. 2012, zum zehnjährigen Bestehen von Legoland, war der „Flying Ninjago“ in betrieb gegangen. Fahrgäste können dabei selbst entscheiden, ob sie in den Einzelgondeln sitzend durch die Luft schweben wollen – oder sich durch eigenes Geschick und Kraft dabei auch noch um die eigene Achse drehen wollen.

    Das Fahrgeschäft aus Münsterhausen war eine Weltneuheit

    Gebaut hatte die Attraktion das Münsterhauser Unternehmen Gerstlauer Amusement Rides, vor sieben Jahren eine Weltneuheit auf dem Markt. Nach den Plänen zieht der „Flying Ninjago“ von seinem bisherigen Platz im Herzen des Freizeitparks um in Richtung Feriendorf: Der neue Parkbereich soll östlich des Fahrgeschäfts „Tempel X-Pedition“ direkt im Anschluss an das „Reich der Pharaonen“ entstehen. Dieses Areal hatte Legoland erst in diesem Jahr mit zwei neuen Attraktionen eröffnet. (Lesen Sie dazu auch: Legoland: Kraftvoller Start in die neue Saison) Allein 1,2 Millionen Euro sind für die Erdarbeiten veranschlagt, die Bauten selbst mit weiteren 5,7 Millionen Euro kalkuliert.

    Auch bei den Mitarbeiterwohnungen investiert Legoland Günzburg

    Erst im September hatte der Bauausschuss zuletzt über einen Antrag des Freizeitparks zu entscheiden: Hinterhalb des Feriendorfes und neben dem bestehenden Betriebshof des Freizeitparks entstehen weitere Mitarbeiterwohnungen. 123 Zimmer, zwölf davon Doppelzimmer, sind vorgesehen, zusätzlich zu den 134 Zimmern in elf Gebäuden, die der Betreiber bereits in den vergangenen Jahren für Mitarbeiter gebaut hat. (Lesen Sie dazu auch: Mehr Platz für die Mitarbeiter des Legoland Resorts)

    Dass der Bauausschuss sich überhaupt noch größer mit Anträgen aus dem Legoland befassen muss, liegt daran, dass der eigens für das Areal aufgestellte Bebauungsplan noch nicht gültig ist. Der entsprechende Flächennutzungsplan ist zwar schon fertig, dem Bebauungsplan fehlt aber noch eine redaktionelle Anpassung. „Der Plan wird aber noch in diesem Jahr rechtskräftig“, so Oberbürgermeister Gerhard Jauernig. Das neue Vorhaben entspricht den Vorgaben des Bebauungsplanes – lediglich bei den Abgrabungen musste eine Befreiung erteilt werden.

    Bis zu acht Meter werden abgegraben, dabei soll hauptsächlich eine bestehende Gebäudekante verschoben werden, heißt es in der Sitzungsvorlage. Der Vorteil: Dadurch werde das Fahrgeschäft gut ins Gelände eingebettet. Im Bebauungsplan sind Aufschüttungen und Abgrabungen von maximal einen Meter zulässig, Ausnahmen jedoch möglich, sofern sie keine anderen Belange stören. Darum plädierte die Verwaltung dafür, diese auch im vorliegenden Fall zuzulassen – und auch die Mitglieder des Bauausschusses hatten keine Einwände dagegen. „Wir können guten Gewissens zustimmen“, fasste Bürgermeister Anton Gollmitzer die einhellige Meinung zusammen.

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