Ichenhausen „Ein aktiv-bewegtes Jahr liegt hinter uns“, zog 1. Vorsitzender Werner Kaiser Bilanz für den Turnverein Ichenhausen. Er verwies auf die kontinuierlich weiterentwickelte Basisarbeit der zwölf Vereinsabteilungen. Nicht unerwähnt lies Kaiser dabei die großen Verdienste seines Vorgängers Wilhelm Schmid, der in 28 Jahren an der Vereinsspitze den TVI zu einer unverzichtbaren städtischen Institution ausbaute. Aber auch die Verdienste von Christl Bauch (38 Jahre Übungsleiterin) und der langjährigen Schriftführerin Christine Rasch wurden gewürdigt.
840 Mitglieder, darunter 203 Kinder und 84 Jugendliche, prägen das Bild des zukunftsorientierten Vereines. Aber auch im fortgeschrittenen Alter kehrt bei vielen Vereinsmitgliedern das Interesse am gesund erhaltenden Sport zurück. Motiviert von Seniorenturnwart Günter Radloff und Margarete Pitsch finden sich allwöchentlich begeisterte Senioren zusammen, um sich Bewegung und Geselligkeit zu gönnen. Darüber hinaus wusste der Vorsitzende besonders den Erhalt der Koronar- und Herzsportgruppe mit Übungsleiter Stefan Österle zu würdigen, die in der Reha-Klinik ein neues Zuhause und ärztliche Betreuung fand.
Ein buntes Jahresprogramm vom Kinderfasching bis zu Seniorenball, die erfolgreiche Teilnahme am Gauturnfest mit vorderen Platzierungen und die Präsenz der Fahnenabordnung bei öffentlichen Anlässen fanden ebenfalls Erwähnung im Jahresbericht.
Die Berichte der Abteilungen veranschaulichten auf beeindruckende Weise, wie sehr die Übungsleiter und Trainer ihr Ehrenamt leben. Aber auch in bescheidener Zurückhaltung wurde deutlich, dass das Erreichte und die Begeisterung der Mitglieder mehr zählen als große Worte. Eine Besonderheit ist die „Smarties“ Jongliergruppe, Sympathieträger und Aushängeschild des Vereines. Übungsleiter Peter Kuhn wünschte sich mehr Öffentlichkeitsarbeit für seine Abteilung.
Nicht ganz einfach zu bewältigen war die finanzielle Seite des Vereinsgeschehens, so Schatzmeister Erich Wrana. „Nur durch die staatliche und städtische Förderung konnten die erforderlichen Ausgaben ausgeglichen werden, sodass wir mit einer schwarzen Null das Jahr 2011 abschließen konnten“, sagte der Schatzmeister. Dafür war Ichenhausens Bürgermeister Hans Klement und dem Stadtrat der Dank der Vereinsführung sicher. Revisor Hubert Göggel hatte mit Fritz Rasch das umfangreiche Zahlenwerk kontrolliert und beide erteilten Bestnoten als Grundlage einer einstimmigen Entlastung.
Das war auch für Bürgermeister Klement Grund, der Vereinsführung die Anerkennung des Stadtrates auszusprechen. Dass es immer mal wieder organisatorische Probleme bei den von der Stadt vorgehaltenen Übungsräumen gibt, wollte der Bürgermeister nicht ausschließen. Er bot stete Gesprächsbereitschaft und Unterstützung an. (zg)