Im Rahmen des Hildesheimer Bevölkerungsmodells hat die Gemeinde Kötz den Bedarf im Bereich Kindertagesstätten und Hort untersuchen lassen. Grundlage war ein Modell zur Bevölkerungsentwicklung in den nächsten 25 Jahren. „Wir sind auch für die nächsten Jahre gut aufgestellt“, sagte Bürgermeisterin Sabine Ertle den Gemeinderäten. Sie deutete aber an, dass es in einem anderen Sektor Handlungsbedarf geben könnte.
Für den Krippenbereich wird nach dem Hildesheimer Bevölkerungsmodell ein zusätzlicher jährlicher Bedarf von durchschnittlich etwa sieben oder acht Plätzen berechnet. Diesen Bedarf kann die Gemeinde Kötz durch die neue Krippengruppe im Kindergarten St. Nikolaus in Kleinkötz für die kommenden Jahre decken. Derzeit kann die Gemeinde Kötz vier Gastkinder im Krippenbereich betreuen, weitere Anfragen von Kötzer Familien liegen derzeit nicht vor.
Kita-Neubau in Kleinkötz ist so gut wie fertig
Der Neubau unterhalb der Kirche in Kleinkötz ist so gut wie fertig, jetzt geht es an die Inneneinrichtung, um die sich der kirchliche Träger kümmern wird, wie Bürgermeisterin Ertle auf Anfrage der Günzburger Zeitung sagte. Noch im Sommer soll der Umzug von der provisorischen Unterkunft im Pfarrzentrum Kleinkötz in den Neubau nebenan erfolgen.
Im Kindergartenbereich habe man „eine Kehrtwendung eingeleitet“, sagte Ertle, und man sei auch für die kommenden Jahre so aufgestellt, dass allen Kötzer Kindern zwischen drei und sechs Jahren ein Platz garantiert werden kann. 21 Gastkinder aus anderen Kommunen besuchen derzeit in Kötz den Kindergarten. Den Bedarf kann die Gemeinde durch die Einrichtung der Kindergartengruppe im Großkötzer Kinderhaus „Weltentdecker“ abdecken. Allerdings müssten in Zukunft bei der Platzvergabe heimische Kinder bevorzugt werden, sagte Ertle mit Blick auf die hohe Anzahl an Gastkindern.
Untersuchung: Kötz ist bei Kinderbetreuung gut aufgestellt
Für Kinder im Grundschulbereich gibt es derzeit eine Mittagsbetreuung bis 14 Uhr und den Hort „Weltentdecker“, für den am Großkötzer Schlossplatz auf dem ehemaligen Rathausareal ein Neubau erstellt worden ist. Auch in diesem Bereich habe man für die nächsten Jahre genügend Platzreserven, um die Grundschulkinder nach dem Unterricht zu betreuen, heißt es in der Sitzungsvorlage. Laut Sabine Ertle sind auch noch Hortplätze frei.
Insgesamt habe die Untersuchung nach dem Hildesheimer Programm gezeigt, dass die Gemeinde Kötz im Bereich der Betreuung für Kinder zwischen null und zehn Jahren sehr gut aufgestellt ist. „Wir haben keinen Handlungsbedarf“, sagte die Kötzer Bürgermeisterin und lenkte schon mal kurz den Blick auf eine andere Bevölkerungsgruppe: In Kötz leben laut Ertle fast genau so viele Menschen im Alter zwischen 60 bis hochbetagt wie Kinder. „Das sollte uns anspornen“, sagte die Bürgermeisterin.