Startseite
Icon Pfeil nach unten
Günzburg
Icon Pfeil nach unten

Kreis Günzburg: Bankräuber soll hinter ganzer Überfallserie stecken

Kreis Günzburg

Bankräuber soll hinter ganzer Überfallserie stecken

  • |
  • |
  • |
    Ein Feuerwehrmann steht neben einem Kleinbus. Ein mutmaßlicher Räuber hat sich nach einem Banküberfall in Bayern in dem Bus in die Luft gesprengt.
    Ein Feuerwehrmann steht neben einem Kleinbus. Ein mutmaßlicher Räuber hat sich nach einem Banküberfall in Bayern in dem Bus in die Luft gesprengt. Foto: mam fdt

    Das Amtsgericht Memmingen hat gegen den mutmaßlichen Bankräuber von Unterknöringen (Kreis Günzburg) Haftbefehl wegen schwerer räuberischer Erpressung erlassen.

    Wie das Polizeipräsidium München heute mitteilte, wird der Festgenommene aufgrund seiner Vorgehensweise beim Banküberfall und mehrerer im Auto gefundener Gegenstände "zu einer großen Zahl ähnlich gelagerter Raubdelikte im südbayerischen Raum" überprüft. München sei hier einer der Schwerpunkte. Deshalb hätten die Staatsanwaltschaft München I und die Fachdienststelle de Polizeipräsidiums München den Fall übernommen.

    Wie die Polizei weiter mitteilte, hätten dem 49-Jährigen bereits sicher zwei weitere Fälle zugeordnet werden können. In seinem Fahrzeug, in dem er sich eine Stunde nach dem Überfall auf der Bundesstraße 300 bei Gessertshausen versuchte, in die Luft zu sprengen, sei ein Handy sichergestellt worden, das aus einem Raubüberfall im Juli dieses Jahres stammt. "Außerdem hatte er bei dem Bankraub in Unterknöringen ein gestohlenes Kennzeichen an seinem Motorroller montiert, das bereits bei einem bewaffneten Raubüberfall in Milbertshofen am 10. Juli 2009 von Zeugen abgelesen wurde", berichtete die Polizei. Weitere umfangreiche Ermittlungen seien erforderlich. Auch die Ermittlungen der Kriminalpolizei Neu-Ulm zum Banküberfall in Unterknöringen (Stadt Burgau) und der Kripo Augsburg zur Festnahme sind noch im Gange.

    Wie berichtet, hatten Polizisten den grünen VW-Bus am Montagnachmittag auf der B 300 im Kreis Augsburg gestoppt. Als die Einsatzkräfte sich dem Fahrzeug näherten, gab es eine Explosion. Dabei wurden der 49-Jährige sowie sechs Polizisten verletzt. Beamte bargen des Fahrer aus dem Kleinbus. Aufgrund seiner schweren Brandverletzungen - insbesondere im Bereich der Brust, des Kopfes und der Atemwege - wurde er mit dem Hubschrauber in eine Spezialklinik nach München-Bogenhausen geflogen. "Er befindet sich im künstlichen Koma und ist nicht vernehmungsfähig. Nach Sachlage handelt es sich um den 49-jährigen Mann", teilte das Präsidium in der Landeshauptstadt heute mit.

    Die sechs verletzten Polizeibeamte seien auf dem Weg der Besserung. Einer befinde sich noch in stationärer Behandlung, hieß es. Georg Schalk

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden