Gegen den 58-jährigen Mercedes-Fahrer, der am vergangenen Freitag auf der A8 bei Leipheim gewendet hatte und als Falschfahrer einen schweren Unfall verursachte, wird nun wegen Mordes ermittelt.
Die bisherigen Ermittlungen der Autobahnpolizei Günzburg deuten auf einen absichtlich herbeigeführten Unfall hin. Für einen 36-Jährigen, der auf dem linken Fahrstreifen in Richtung München fuhr, kam bei dem Unfall jede Hilfe zu spät. Er konnte den Frontalzusammenstoß mit dem entgegenkommenden Wagen nicht mehr vermeiden und starb noch an der Unfallstelle.
Zustand des Falschfahrers hat sich stabilisiert
Die Staatsanwaltschaft Memmingen hat nun den Tatvorwurf auf Mord erweitert. Dabei wurden weitere Ermittlungen in Zusammenarbeit mit dem Gutachter in Bezug auf die beiden Unfallfahrzeuge sowie eine Obduktion angeordnet. Die Autobahnpolizei und die Neu-Ulmer Kripo bildeten zur weiteren Sachbearbeitung eine Ermittlungsgruppe.
Deren Arbeit wird in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft geführt. Der Gesundheitszustand des 58-Jährigen hat sich zwischenzeitlich stabilisiert, wenngleich eine Vernehmung noch nicht möglich war, berichtet die Polizei. zg