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Landkreis Günzburg: Rückblick: Freie Fahrt auf der Autobahn mit Risiko

Landkreis Günzburg

Rückblick: Freie Fahrt auf der Autobahn mit Risiko

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    Mit elektronischen Schilderbrücken könnte der Verkehr auf der A8 situativ geregelt werden.
    Mit elektronischen Schilderbrücken könnte der Verkehr auf der A8 situativ geregelt werden. Foto: Bernhard Weizenegger

    Nach einer Massenkarambolage auf der Autobahn schrieb der Günzburger Oberbürgermeister Gerhard Jauernig Ende Januar an den bayerischen Innenminister Joachim Herrmann. Seine Bitte: Die Landesregierung möge zumindest ein temporäres Tempolimit auf der Autobahn im Bereich des Landkreises prüfen. Noch besser wären elektronische Schilderbrücken, mit denen – je nach Verkehrs- und Wetterlage – die zulässige Geschwindigkeit angepasst werden könnte, um für mehr Sicherheit zu sorgen.

    Ähnliche Bitten hatte Jauernig schon 2015 und 2017 an den seinerzeitigen Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt gerichtet. Ohne Erfolg. Hoffnungen ruhten deshalb auf dessen Nachfolger Andreas Scheuer, der auf Einladung des früheren bayerischen Verkehrsministers und jetzigen Landrats Hans Reichhart sowie des CSU-Landtagsabgeordneten in den Landkreis kam, um zusammen mit Kommunalpolitikern über verkehrsregulierende Maßnahmen zwischen der Anschlussstelle Neusäß und dem Autobahnkreuz Ulm/Elchingen zu diskutieren. Allzu Handfestes hatte Scheuer nicht im Gepäck.

    Erste Zwischenergebnisse bis Ende 2021

    Der Minister erklärte, in wenigen Jahren werde es auch auf dem Autobahnabschnitt im Landkreis digitale Schilderbrücken geben. Das sei möglich, weil die A 8 zwischen München und Ulm/Elchingen als Forschungsstrecke für automatisiertes Fahren auserkoren worden sei. Um den dereinst über die Autobahn rollenden „Mischverkehr“ besser steuern zu können, würden Schilderbrücken auch zwischen Burgau und Leipheim angebracht. Erste Zwischenergebnisse für das Projekt sollen Ende 2021 vorliegen, kündigte der Bundesverkehrsminister an.

    Winterliche Straßenverhältnisse behindern den Verkehr auf der Autobahn 8. Elektronische Geschwindigkeitsbegrenzungen könnten das Unfallrisiko verringern.
    Winterliche Straßenverhältnisse behindern den Verkehr auf der Autobahn 8. Elektronische Geschwindigkeitsbegrenzungen könnten das Unfallrisiko verringern. Foto: Bernhard Weizenegger

    Von einem derartigen zeitlichen Rahmen können direkte Anwohner entlang der Autobahn nur träumen. Nicht zuletzt in Leinheim sind Bürgerinnen und Bürger immer wieder aktiv geworden, um einen besseren Lärmschutz entlang der A 8 zu erhalten. Seit die Straße auf sechs Spuren ausgebaut ist, habe der Lärm enorme Ausmaße angenommen. Beim Petitionsausschuss des Landtags sind die Leinheimer abgeblitzt, auch Gespräche mit Landespolitikern haben bislang nichts gebracht.

    Ein Tempolimit könnte helfen, auch den Lärm zu reduzieren, hatte Gerhard Jauernig an den Innenminister geschrieben.

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