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Leipheim
10.06.2021

Wanzl-Mitarbeiter in Leipheim und Kirchheim wollen neuen Tarifvertrag

Mitarbeiter von Wanzl wollen eine Fortschreibung des Tarifvertrags.
Foto: IG Metall

Zum Start der neuen Verhandlungsrunde kommen 50 Mitarbeiter von Wanzl in Leipheim zu einer Sprechstunde unter freiem Himmel. Was die IG Metall kritisiert.

Unter freiem Himmel for dem Werk 1 von Wanzl in Leipheim hat vor Kurzem eine Sprechstunde stattgefunden, um über den aktuellen Stand der Tarifverhandlungen zu informieren. Etwa 50 Kollegen kamen zu der Veranstaltung, bei der Günter Frey, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Neu-UlmGünzburg und Mitglied im Aufsichtsrat von Wanzl, einige Kritikpunkte anführte.

„Es ist begrüßenswert, dass sich Wanzl zu den deutschen Standorten bekennt und diese für die Zukunft ausrichten will. Es kann aber nicht sein, dass die Beschäftigten dafür die Zeche zahlen sollen. Viele werden durch die Neuausrichtung der Werke täglich länger unterwegs zur Arbeit bei Wanzl sein, weil die Arbeitsplätze von Leipheim nach Kirchheim und umgekehrt verlagert werden.“ Das bedeute demnach für viele Kollegen täglich bis zu zwei Stunden mehr Fahrtzeit. Das belaste die Familienalltage, auch die finanzielle Belastung werde durch längere Anfahrtswege höher. „Die geplanten Verlagerungen sorgen erstmal für große Unsicherheit in der Belegschaft. Mit einem erweiterten Tarifvertrag kann man das nötige Vertrauen schaffen, und schafft Sicherheit für beide Seiten“, teilt Frey mit.

Tarifverhandlungen bei Wanzl in Leipheim und Kirchheim stocken

Zuletzt waren die Tarifverhandlungen um die Fortschreibung des Tarifvertrages bei Wanzl, den die Beschäftigten im Jahr 2019 in Kirchheim und in Leipheim durchgesetzt hatten, ins Stocken geraten. „Man schätze das Verhandlungsgegenüber in Person von Geschäftsführer Finanzen Markus Bergmann sehr, aber die Forderungen als Gegenleistung für den Abschluss eines Tarifvertrages bleiben dennoch unverschämt hoch – drei Stunden unbezahlte Arbeit die Woche, Absenkung des Leistungslohnes und streichen des Fahrgeldzuschusses. Das sind Forderungen die ein insolventes Unternehmen seinen Beschäftigten abverlangt, aber nicht ein kerngesundes Unternehmen wie Wanzl.“

Sollten die Tarifverhandlungen scheitern, gibt es ab dem 1. Januar 2022 keinen Tarifvertrag bei Wanzl mehr. Es ist aber auch das gleiche Datum, an dem die Friedenspflicht endet und somit erneute Warnstreiks möglich wären. (AZ)

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