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Personalie: Der neue Notar hat in Harvard gelernt

Personalie

Der neue Notar hat in Harvard gelernt

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    Benedikt Goslich (links) ist zum 1. März als neuer Notar in Günzburg und damit als Partner von Martin Wachter bestellt worden.
    Benedikt Goslich (links) ist zum 1. März als neuer Notar in Günzburg und damit als Partner von Martin Wachter bestellt worden. Foto: Hammer

    Benedikt Goslich wird neuer Notar in Günzburg. Der 33-Jährige hat die Nachfolge von Notar Thomas Braun angetreten, der bereits zum 1. Oktober 2017 seinen Amtssitz nach Weilheim in Oberbayern verlegt hatte. Notar Goslich tritt damit zugleich als neuer Partner des Notars Martin Wachter in die traditionsreiche, einst durch die Notare Ludwig Röll und Hartmut Stache gegründete Günzburger Notarsozietät ein. Wachter, der seinerseits bereits seit mehr als 20 Jahren in Günzburg amtiert, freut sich, mit Goslich einen „überaus qualifizierten Sozius“ gefunden zu haben.

    Der gebürtige Oberbayer Goslich absolvierte sein Studium der Rechtswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München sowie an der amerikanischen Elite-Universität Harvard. Nach dem juristischen Vorbereitungsdienst am Oberlandesgericht München legte er das zweite juristische Staatsexamen als landesbester Absolvent seines Jahrgangs ab. Warum er sich damals unter den vielen juristischen Berufen für den Beruf des Notars entschied, erklärt er heute so: „Ich habe immer große Freude an rechtlichen Sachverhalten empfunden, aber mich nie gerne gestritten.“ Weil Notare nur unparteiisch und streitvermeidend tätig werden dürfen, fühle er sich in dem Beruf bestens aufgehoben.

    Als Notaranwärter war Goslich – so sieht es die Ausbildung vor – in verschiedenen Notariaten in Bayern tätig. Das bayerische Schwaben kennt er aus einer anderthalbjährigen Beschäftigung als Notarassessor in Illertissen. „Ich habe die Region schon damals nicht nur als äußerst lebenswert, sondern auch als wirtschaftsstark kennengelernt.“ Von der Hofübergabe bis zur konzernrechtlichen Umstrukturierung sei in dieser Gegend alles dabei: „Das macht den Alltag des Notars durchaus abwechslungsreicher als in einer Großstadt.“ Damit spielt Goslich auf seine jüngste Tätigkeit in zwei renommierten Münchner Notariaten an, wo er vorrangig mit der rechtlichen Betreuung von institutionellen Mandanten und Unternehmen befasst war. „Aber wer weiß“, fügt der Jungnotar augenzwinkernd hinzu, „vielleicht erinnert sich ja der eine oder andere DAX-Vorstand an mich und führt die Hauptversammlung seines Unternehmens künftig in Günzburg durch.“

    Die Notarstelle in Günzburg wurde Benedikt Goslich zum 1. März 2018 durch den bayerischen Justizminister verliehen. Bereits seit vergangenem Oktober führt er die Amtsgeschäfte anstelle seines Vorgängers Braun jedoch kommissarisch.

    Wie seinem Kollegen Martin Wachter, der sich als langjähriger Dozent der Hochschule Augsburg engagiert, liegt auch Goslich die Ausbildung des Juristen-Nachwuchses am Herzen. Er unterrichtet seit mehreren Jahren Studenten der juristischen Fakultät der Universität München sowie Rechtsreferendare des Freistaates Bayern. Beide Günzburger Notare treten außerdem regelmäßig als Autoren von Fachbüchern und Fachaufsätzen auf und halten Vorträge.

    Aufgewachsen ist der Neu-Günzburger Benedikt Goslich in Tutzing am Starnberger See. Der 33-Jährige ist ausgebildeter Skilehrer und begeisterter Fußballer, Tennisspieler und Klavierspieler. Von seiner neuen Heimat sei er bereits jetzt angetan, heißt es in einer Pressemitteilung: „Ich fühle mich in Günzburg sehr wohl, obwohl ich die Stadt bisher nur in der kalten Jahreszeit erleben konnte.“ Bei all dem, was ihm über das Leben in der Stadt in den Sommermonaten berichtet worden sei, komme aber schon „richtig Vorfreude auf“. (zg)

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