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Planungen: Drogeriemarktbau bedroht Fördermittel

Planungen

Drogeriemarktbau bedroht Fördermittel

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    Projektleiter Georg Seidel und Inhaberin Marianne Beer zeigen schon einmal den Bauplan für die geplante Filiale des Drogeriemarktes Rossmann. Das Ganze hat jedoch einen Haken: Genehmigt die Stadt das Vorhaben, könnte sie die Städtebauförderung verlieren.
    Projektleiter Georg Seidel und Inhaberin Marianne Beer zeigen schon einmal den Bauplan für die geplante Filiale des Drogeriemarktes Rossmann. Das Ganze hat jedoch einen Haken: Genehmigt die Stadt das Vorhaben, könnte sie die Städtebauförderung verlieren. Foto: Sandra Kraus

    Von Rebekka Jakob

    Ichenhausen Mietverträge sind schon geschlossen worden, Baupläne schon angefertigt – und doch ist das Bauvorhaben auf dem Gelände der Ichenhauser Thalermühle alles andere als in trockenen Tüchern. Bauherrin, Planer und die Drogeriemarktkette Rossmann sind sich wohl schon einig, im Gespräch mit unserer Zeitung bekräftigten Projektleiter Georg Seidel und Inhaberin Marianne Beer von der Thalermühle, dass alles bereit ist für den Bau, damit der neue Markt im Oktober öffnen kann. Doch im Ichenhauser Stadtrat ist man nicht glücklich über die Planungen. Denn wird der Drogeriemarkt in der Nachbarschaft des neuen Rewe-Supermarktes gebaut, könnte Ichenhausen die Städtebauförderung verlieren. Und die hat in den vergangenen Jahren immerhin gut fünf Millionen Euro in die Kassen von Ichenhauser Verwaltung und Privatleuten gespült.

    Mit dem Planer des Projektes hatte die Stadtschon Gespräche geführt, aber schon da war deutlich gemacht worden: Ein Drogeriemarkt außerhalb der Kernstadt, direkt neben dem Rewe-Supermarkt, dürfte kaum realisierbar sein. „Die Regierung von Schwaben hat uns deutlich signalisiert, als schon einmal ein Drogeriemarkt dort draußen im Gespräch war, dass es nicht geht. Sonst fliegen wir aus dem Städtebauprogramm“, so Bürgermeister Hans Klement (CSU).

    Auch der Stadtrat selbst hatte sich in den vergangenen Jahren immer wieder gegen Ansiedelungen am Rand der Stadt ausgesprochen – wo schon so viele Geschäfte leer stehen, sollen nicht noch mehr Lücken entstehen, weil die Käufer nach draußen abwandern. Zuletzt waren es Schlecker-Filialen, die in der Kernstadt dicht gemacht wurden.

    Eine Entscheidung des Stadtrats gab es in der Sitzung am Mittwochabend nicht – schließlich stand das Bauvorhaben ja auch nicht offiziell auf der Tagesordnung. Was das für das Projekt bedeutet, wird sich erst noch zeigen – „wenn die Anwälte bei Rossmann einigermaßen gut arbeiten, haben sie sicher eine aufhebende Bedingung in ihrem Mietvertrag“, mutmaßte FWV-Fraktionsvorsitzender Reinhard Dauer. Damit wären die Verträge am Ende vermutlich nichtig.

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