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Vitalitätscheck: Mehr Leben im Dorfkern

Vitalitätscheck

Mehr Leben im Dorfkern

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    Innenentwicklung vor Außenentwicklung – das haben sich mittlerweile viele Kommunen auf die Fahnen geschrieben, um den Flächenverbrauch einzudämmen und gleichzeitig Leerstände innerorts mit neuem Leben zu füllen. Auch der Kötzer Gemeinderat hat sich für die Förderinitiative Innen statt Außen ausgesprochen. Erster Schritt dazu soll ein Vitalitätscheck sein, über den Bürgermeisterin Sabine Ertle in der Gemeinderatssitzung am Dienstag informierte.

    Der Vitalitätscheck soll der Gemeinde Kötz helfen, eine Innenentwicklungssstrategie auf den Weg zu bringen, die auf einer breiten Basis stehen soll. Wesentlicher Faktor sei die Information und Beteiligung der Bürger in den verschiedenen Projektphasen, sagte Ertle in der Sitzung am Dienstag. Auch der Gemeinderat soll sich intensiv einbringen, und unter anderem – wenn es wieder möglich ist – bei einer Klausurtagung an der Schule für Land- und Dorfentwicklung in Thierhaupten das Thema ein ganzes Wochenende lang intensiv bearbeiten.

    „Es wäre gut, da einen roten Faden zu bekommen, dass wir nicht mehr Feuerwehr spielen, sondern unsere Gemeinde aktiv weiterentwickeln“, sagte Ertle. Dieses Ziel müsse auch längerfristig und über die aktuelle Legislaturperiode hinaus verfolgt werden.

    Mit dem Vitalitätscheck mit integrierter Flächenmanagement-Datenbank werden die Innenentwicklungspotenziale einer Gemeinde ermittelt und aufbereitet. Dass die Gemeinde damit ihre Datenbanken auf den Weg bringen und/oder aktualisieren könne, sei für Kötz „eine ganz gute Lösung“, so Ertle.

    Um Flächen zu sparen und Dörfer im Kern zu entwickeln, sollen vorhandene Gebäude- und Flächenpotenziale revitalisiert werden. Sie könnten vor allem dem Wohnen, aber auch der Grundversorgung und nicht zuletzt dem Gemeinschaftsleben dienen. In die Untersuchungen fließen Aspekte wie Bevölkerungsentwicklung, Flächennutzung und Siedlungsstruktur, Bodenpolitik und Versorgung und Erreichbarkeit ein. Wesentliche Aspekte sind auch das bürgerschaftliche Engagement sowie Wirtschaft und Arbeitsmarkt. Ein wichtiger Schritt ist die Erarbeitung von thematischen Karten und Berichten für die Planung der Dorferneuerung, der Gemeindeentwicklung oder der Integrierten Ländlichen Entwicklung.

    Der Vitalitätscheck wird vom Amt für Ländliche Entwicklung begleitet. Diese Behörde kümmert sich um die Ausschreibungen und schlägt der Kommune geeignete Planungsbüros vor. Die Kosten liegen bei etwa 30.000 Euro, allerdings darf die Gemeinde Kötz etwa 80 Prozent Zuschuss erwarten, sodass der Vitalitätscheck außer der Arbeit lediglich um die 6000 Euro kosten soll.

    Einstimmig wurde das vom Gemeinderat so beschlossen. Bürgermeisterin Ertle kündigte an, dass sie sich schon mal Informationen von ihrer Amtskollegin Sandra Dietrich-Kast holen wolle, denn in Rettenbach sei man mit dem Vitalitätscheck schon ein Stückchen weiter.

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