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Landkreis Günzburg

10.09.2020

Wettbewerb "Beruf & Familie" im Kreis Günzburg startet wieder

Von links: Regina Wortmann (Agentur für Arbeit), Tanja Eberhart (Reflexa), Oliver Stipar (IHK), Alexandra Böck (Sparkasse Günzburg-Krumbach), Meinrad Gackowski (Familienbeauftragter), Ulrike Ufken (KHW), Dagmar Derck (Regionalmarketing), Felix Rehle (Fleischwerke Zimmermann) und Landrat Hans Reichhart.
Bild: Lara Schmidler

Plus Jetzt können sich Unternehmen im Landkreis Günzburg für den Wettbewerb „Beruf & Familie“ anmelden. Warum die Teilnahme auch für kleine Betriebe eine Chance ist.

Am Donnerstag begann der Bewerbungszeitraum für die fünfte Runde des Wettbewerbs „Beruf & Familie“ für den Zeitraum zwischen 2021 und 2023 – wegen Corona knapp zwei Monate später als geplant. Organisiert wird der Wettbewerb vom Regionalmarketing Günzburg (RMG), vertreten durch Dagmar Derck. Erneut sucht der Landkreis mit Unterstützung von vier Projektpartnern nach familienfreundlichen Unternehmen im Kreis Günzburg.

Corona zeigt Wichtigkeit flexibler Arbeitsmodelle

Zu Beginn der Bewerbungsphase trafen die Beteiligten des Wettbewerbs im Landratsamt zusammen. Mit dabei waren neben Landrat Hans Reichhart und Dagmar Derck die fünf Jurymitglieder Meinrad Gackowski (Familienbeauftragter des Landkreises), Oliver Stipar (Regionalgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Westschwaben) Ulrike Ufken (Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Günzburg/ Neu-Ulm), Regina Wortmann (Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt bei der Arbeitsagentur) und Alexandra Böck (Personalleiterin bei der Sparkasse Günzburg– Krumbach). Ebenfalls anwesend waren Tanja Eberhard (Reflexa) und Felix Rehle (Fleischwerke Zimmermann), beide Preisträger des Wettbewerbs von 2018.

Landrat Reichhart betonte, dass gerade die vergangenen Monate gezeigt hätten, wie wichtig es für Unternehmen sei, flexible Lösungen für Mitarbeiter zu finden. Der Familienbeauftragte Gackowski stimmte zu. „Die Vereinbarkeit von Familie und Berufstätigkeit hat einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft bekommen.“ Eine mangelnde Balance zwischen beiden ziehe Probleme nach sich.

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Auch kleine Unternehmen profitieren von konkreten Strategien

Fast alle Anwesenden kamen auf die Corona-Krise zu sprechen, die neben diversen Einschränkungen im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familienleben die Unternehmen im Landkreis dazu motiviert habe, neue, flexible Arbeitsmodelle einzuführen. „Es ist eine noch nie da gewesene Zeit“, sagte Ufken von der Kreishandwerkerschaft. „Wir haben in den vergangenen Monaten so viel Flexibilität in den Betrieben gesehen. Da haben Angestellte ihre Kinder oder ihre Hunde mit in die Arbeit gebracht – das war wirklich schön mitzuerleben.“ Von diesen neuen Maßnahmen könne man auch im Wettbewerb und natürlich in der Zukunft profitieren.

Gerade für kleinere Unternehmen sei die Teilnahme lohnenswert, wie Stipar erklärte. Man müsse nicht nur die eigenen Maßnahmen in ein Konzept gießen, sondern dieses dann auch nach außen tragen. Dadurch würden auch kleine Unternehmen und Betriebe sichtbar werden. „Allein der Prozess, in dem man über seine eigenen Maßnahmen reflektiert und auch seine Mitarbeiter befragt, ist mindestens genauso hilfreich wie die Auszeichnung.“ Wie in den vergangenen Wettbewerbsrunden wird es auch diesmal weder ein Preis- noch ein Startgeld geben. Das sei aber kein Problem.

Auszeichnung wirkt sich positiv auf Mitarbeiter und Bewerberzahlen aus

Bisherige Teilnehmer lobten laut Derck viel mehr, dass die Auszeichnung von Bewerbern auf dem Arbeitsmarkt wahrgenommen werde. Auch intern habe sie den Effekt, dass die Mitarbeiter stolz auf ihren Arbeitsplatz seien oder überhaupt erst herausfänden, welche Möglichkeiten sie in ihrer Firma eigentlich hätten. Das bestätigen auch die beiden anwesenden Preisträger. Sowohl Reflexa als auch die Fleischwerke Zimmermann haben nach Aussage ihrer Vertreter aus der Teilnahme an „Beruf & Familie“ Profit geschlagen. „Wir hatten Bewerber, die ohne diese Auszeichnung gar nicht auf uns gekommen wären“, sagte Rehle. Zudem sei der Wettbewerb immer auch ein Anlass, intensiv über die familienfreundlichen Möglichkeiten im eigenen Unternehmen nachzudenken, ergänzte Eberhard von Reflexa.

Der diesjährige Bewerbungszeitraum ist vom 10. September bis 10. Dezember. Am 3. März 2021 findet die Preisübergabe öffentlichkeitswirksam in Krumbach statt. Der Bewerbungsbogen ist online unter der Adresse www.wettbewerb-berufundfamilie.de zu finden. „Nicht alle Maßnahmen in dem Bewerbungsbogen sind größen- und branchenbedingt auf jedes Unternehmen und jeden Handwerksbetrieb zu übertragen – bei der Bewerbung gilt: Qualität über Quantität“, betonte Derck.

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