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Aktionstag gegen Schmerzen: Versorgung und Therapie am BKH Günzburg im Fokus

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Aktionstag gegen Schmerzen: Neue Wege zu mehr Lebensqualität am BKH Günzburg

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    Zum bundesweiten Aktionstag gegen den Schmerz gibt es ein Beratungstelefon des Bezirkskrankenhauses Günzburg.
    Zum bundesweiten Aktionstag gegen den Schmerz gibt es ein Beratungstelefon des Bezirkskrankenhauses Günzburg. Foto: Oliver Killig/dpa-Zentralbild/dpa-tmn (Symbolbild)

    Der bundesweite „Aktionstag gegen den Schmerz“ findet in diesem Jahr am Dienstag, 2. Juni, unter dem Motto „Bewusstsein schaffen“ statt. Betroffene und Angehörige erhalten Einblicke in moderne Behandlungsangebote und Beratung rund um das Thema Schmerz. Auch das interdisziplinäre Schmerzzentrum am Bezirkskrankenhaus (BKH) Günzburg beteiligt sich an der Aktion. Expertinnen und Experten beantworten von 9 bis 18 Uhr Fragen am Telefon – unter der kostenlosen Hotline 0800/18 18 120. Der von der Deutschen Schmerzgesellschaft 2012 ins Leben gerufene Aktionstag macht auf die oft unzureichende Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen aufmerksam.

    Ob Nervenschmerzen, Kopf- oder Rückenschmerzen: Millionen Menschen in Deutschland leiden unter chronischen Schmerzerkrankungen. Betroffene haben oft eine stark eingeschränkte Lebensqualität und erleben massive Einschränkungen. Statistiken zeigen, dass schon jetzt ein großer Teil der Schmerzpatienten hierzulande lange vergeblich nach Zugang zu einer guten Therapie sucht. Die Situation dürfte sich durch die aktuelle Krankenhausreform weiter verschlechtern.

    Aktionstag im BKH Günzburg wirbt für rechtzeitige Hilfe bei Schmerzen

    „Zu oft wird wertvolle Zeit verschenkt, in der Schmerzen noch gut behandelbar wären“, betont Oberarzt Timo Müller, Leiter des interdisziplinären Schmerzzentrums des BKH Günzburg. Der Aktionstag will auf diese Missstände aufmerksam machen und Betroffene ermutigen, frühzeitig aktiv zu werden. Müller: „Wer früh professionelle Hilfe erhält, hat die besten Chancen auf eine erfolgreiche Therapie, die bestenfalls wieder eine aktive Teilnahme am Leben ermöglicht.“

    Therapiekonzepte verbessern Lebensqualität von Schmerzpatienten

    Wichtig sei, Betroffenen die Gefahren der Chronifizierung von Schmerz aufzuzeigen und darüber zu informieren, welche Möglichkeiten sie haben, um dies zu verhindern und an wen sie sich wenden können. Präventive Therapiekonzepte und eine schnelle, gezielte Unterstützung können den Krankheitsverlauf deutlich positiv beeinflussen. „Frühe Intervention verbessert nicht nur die Prognose, sondern kann das Leben der Betroffenen nachhaltig erleichtern. Es stehen ambulante Angebote im MVZ der Bezirkskliniken Schwaben und die Möglichkeit der stationären multimodalen Schmerztherapie zur Verfügung, um verschiedenen Schmerzzuständen gerecht zu werden“, so der Günzburger Neurologe und Schmerztherapeut Müller.

    Wer länger unter Schmerzen leidet, findet heute vielfältige Therapieansätze: Neben Medikamenten kommen psychologische Unterstützung, Bewegungs- und Entspannungstherapien sowie Biofeedback oder Physiotherapie zum Einsatz. Studien zeigen: Besonders multidisziplinäre Programme verbessern die Funktionsfähigkeit und die Lebensqualität deutlich. (AZ)

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