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Burtenbach: Ehemalige Eisengießerei Bühler: Entsteht hier Wohnraum?

Burtenbach

Ehemalige Eisengießerei Bühler: Entsteht hier Wohnraum?

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    So sieht das Gelände am Schleifweg aus, auf dem bis 2009 die Eisengießerei Bühler aktiv war. Die Abbruch- und Recycling GmbH aus Babenhausen nutzt das Areal als Lagerplatz.
    So sieht das Gelände am Schleifweg aus, auf dem bis 2009 die Eisengießerei Bühler aktiv war. Die Abbruch- und Recycling GmbH aus Babenhausen nutzt das Areal als Lagerplatz. Foto: Bernhard Weizenegger

    Knapp 14 Jahre sind vergangen, seitdem die Eisengießerei Bühler in Burtenbach stillgelegt wurde. Nur noch wenig erinnert an das Unternehmen, das den Anwohnern wegen Lärms und Drecks stets ein Dorn im Auge gewesen ist. "Es sind alle einfach froh, dass Ruhe herrscht", sagt Bürgermeister Roland Kempfle. Schön anzuschauen sei das Areal zwar bis heute nicht, aber zumindest störe es niemanden. Ob das Gelände am Ortsrand noch länger so bleibt, kann er nicht sagen, Kontakt zum jetzigen Besitzer habe er seit Jahren nicht mehr. Bei der Abbruch- und Recycling GmbH aus Babenhausen, die das Gelände einst gekauft hat und als Lagerstätte nutzt, hatte es ambitionierte Pläne gegeben, die Rede war von einer Wohnbebauung gewesen. Wird dieses Vorhaben tatsächlich umgesetzt?

    Burtenbach und die Eisengießerei Bühler waren lange untrennbar miteinander verbunden. Von 1951 an wurde in Eisen bei Bühler gegossen, zunächst im Ortskern, ab 1966/67 dann am Schleifweg. Im Jahr 2008 begann die Abwärtsspirale, ein Jahr lang kämpfte Bühler gegen die drohende Pleite, 2009 war endgültig Schluss, zum 31. Mai wurde die Gießerei stillgelegt. Die Maschinen wurden versteigert und das Gelände verkauft, den Zuschlag dafür erhielt damals die Abbruch- und Recycling GmbH aus Babenhausen

    Ab dem Jahr 1966/67 war die Eisengießerei Bühler am Schleifweg in Burtenbach aktiv. Zum Mai 2009 wurde die Gießerei stillgelegt.
    Ab dem Jahr 1966/67 war die Eisengießerei Bühler am Schleifweg in Burtenbach aktiv. Zum Mai 2009 wurde die Gießerei stillgelegt. Foto: Bernhard Weizenegger

    Der damalige Geschäftsführer Alexander Bock teilte auf Nachfrage unserer Redaktion im Jahr 2017 mit, dass das Unternehmen das Grundstück langwierig und mit einigem Kostenaufwand aufgeräumt, etwa 3000 Quadratmeter Asbestplatten abgebaut, ein Hochsilo und einen Großteil der Gebäude abgerissen habe. Danach sei es zur Lagerstätte umfunktioniert worden. Da in dieser Sparte stets Bleche, Holzplatten, Stahlträger, Rolltore oder Leimbinder anfielen, könnten diese in Burtenbach zwischengelagert werden. 

    Der Kaufpreis war der Gemeinde Burtenbach einst zu hoch

    Damals hatte Bock im Gespräch erklärt, dass bis auf das Notwendigste "momentan" nichts investiert werde, da keiner wisse, "wohin die Reise geht". Er selbst sah die Zukunft in Wohnhäusern, das Grundstück habe Charme, es sei ein toller Standort mit wunderbarem Blick ins Tal. Dagegen hätte Bürgermeister Roland Kempfle sicher nichts einzuwenden gehabt. Das Gelände, auch wenn es am Ortsrand liegt, habe durchaus Potenzial. Die Gemeinde wäre auch interessiert daran gewesen. Doch der Kaufpreis im Jahr 2009 war zu hoch. Nachdem die GmbH aus Babenhausen das Grundstück übernommen hatte, habe anfangs noch Kontakt bestanden, auch mit einem Planungsbüro, erzählt Kempfle auf Nachfrage. Man habe sich Gedanken über eine "Überplanung" der Fläche gemacht, im Raum habe ein Geschosswohnungsbau gestanden. Der Kontakt sei leider irgendwann abgerissen. 

    Er selbst bedauere es schon, dass sich das Gelände bis heute nicht weiterentwickelt habe. Er selbst sei immer gesprächsbereit und für Veränderungen aufgeschlossen, "aber es müsste etwas Sinnvolles herauskommen". Die Bewohner Burtenbachs und vor allem die unmittelbare Nachbarschaft seien zufrieden, "wenn Ruhe ist". Das als Lagerstätte genutzte Areal liege zum Glück am Ortsrand, sei außer Sichtweite und eingewachsen, keiner fühle sich belästigt. "Wenn es mitten im Ort wäre, würde es ganz anders aussehen", sagt Kempfle. 

    Doch was ist nun aus der Idee einer Wohnbebauung geworden? Claudia Kunze, die seit 2020 Geschäftsführerin der Abbruch- und Recycling GmbH in Babenhausen ist, sagt dazu am Telefon: "Wir hatten es tatsächlich angefangen zu planen." Momentan sei dieses Vorhaben aber "auf Eis gelegt". Die Hallen nutze man weiterhin als Lagerplatz, darüber hinaus sei nichts Genaueres geplant. Kunze: "Es wird auf unabsehbare Zeit so bleiben, wie es ist." 

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