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„Es ist einfacher geworden, darüber zu sprechen“: Interview über spychische Gesundheit im Landkreis Günzburg

Landkreis Günzburg

“Nicht jede Traurigkeit ist eine Depression“

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    Prof. Dr. Matthias W. Riepe ist der Ärztliche Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am BKH Günzburg.
    Prof. Dr. Matthias W. Riepe ist der Ärztliche Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am BKH Günzburg. Foto: Georg Schalk, Bezirkskliniken Schwaben

    Herr Professor Riepe, die Covid-Pandemie ist fünf Jahre her, die Weltpolitik und deutsche Wirtschaft belasten die Menschen. Wie steht es um die psychische Gesundheit im Landkreis nach diesen ereignisreichen Jahren?
    MATTHIAS W. RIEPE: Insgesamt spürt man schon eine allgemeine Unsicherheit, die sicherlich unter anderem durch die Corona-Jahre bedingt wurde. Zeitnah zum Ende der Pandemie haben wir gemerkt, dass insbesondere ältere Menschen durch den Wegfall von sozialen Kontakten tatsächlich etwas häufiger über depressive Symptome berichten. Gerade für ältere Menschen ist es wichtig, Kontakte aufrechtzuerhalten. Da sind viele Dinge, von Kirchencafés bis zu Besuchen von Verwandten, ausgeblieben. Aber sicher belasten noch mehr Änderungen in Politik und Gesellschaft die Menschen, und es wäre sicher gut, diese Themen angst- und barrierefrei anzusprechen.

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