Nach intensiver Arbeit sind Teile des Fernwärmenetzes der Stadtwerke Günzburg seit wenigen Monaten in Betrieb. Während die Technik im Untergrund bereits zuverlässig Gebäude beheizt, hat die erste Phase des Volllast-Betriebs eine technische Besonderheit aufgezeigt, die ein schnelles und verantwortungsbewusstes Handeln der Stadtwerke Günzburg erfordert. Für die Günzburger bedeutet das: In der Dillinger Straße wird noch einmal eine Baustelle sein.
In einem Teilabschnitt der Dillinger Straße hatte das hochsensible Leckagewarngerät Alarm geschlagen, melden die Stadtwerke. Der Grund: Durch die Hitze des fließenden Wassers haben sich die Materialien im Inneren der Rohre minimal ausgedehnt. Ein Überwachungsdraht hat dadurch Kontakt zur Rohrwand bekommen – ein Effekt, der im kalten Zustand beim Einbau nicht feststellbar war.
Frühwarnung schützt Netz vor teuren Schäden
„Es liegt also keine Leckage vor, sondern lediglich die Frühwarnung funktioniert nicht wie vorgesehen. Wir müssen jetzt aktiv werden, um die wirtschaftlichen Interessen unserer Bürgerinnen und Bürger zu schützen“, erklärt Stadtwerke-Vorstand Lothar Böck. „Aktuell fällt diese Korrektur unter die Gewährleistung der Baufirma. Würden wir abwarten, riskieren wir nicht nur, dass das Warnsystem im Ernstfall unpräzise oder gar nicht arbeitet, sondern wir müssten die Kosten für eine spätere Reparatur selbst tragen. Das würde letztlich die Bürgerinnen und Bürger belasten – das verhindern wir durch den jetzigen Eingriff konsequent.“
Ein weiterer Faktor ist die Schadenshöhe: Während es sich aktuell um eine reine Feinjustierung der Früherkennung handelt, könnten unentdeckte Lecks in der Zukunft zu massiven und teuren Schäden am Netz führen. „Ein kleiner Eingriff heute erspart uns eine unliebsame und teure Großbaustelle morgen“, so Böck weiter.
Stadtwerke legen Reparatur in die Pfingstferien
Um die Beeinträchtigungen für den Verkehr so gering wie möglich zu halten, haben die Stadtwerke die Reparatur bewusst in die Pfingstferien gelegt, heiße es dazu in einer Pressemitteilung. Die Arbeiten werden maximal ein bis zwei Wochen in Anspruch nehmen. In dieser Zeit ist die Kreuzung Dillinger Straße/Bahnhofstraße nur einspurig befahrbar – der Verkehr wird über eine Ampelschaltung geregelt. Die Zufahrt zur Reisensburger Straße erfolgt stadtauswärts über die Bahnhofstraße und Siemensstraße.
„Wir wissen, dass die Geduld der Anwohner und Autofahrer nach der langen Bauzeit strapaziert ist. Doch die Kombination aus technischer Sicherheit und finanzieller Weitsicht macht die Reparatur zum jetzigen Zeitpunkt zur wirtschaftlich und technisch sinnvollsten Lösung für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger“, sagt Lothar Böck. (AZ)
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