Es ist das erste Mal im Rahmen des Mordprozesses, dass der beschuldigte Alexander S. deutlichere Gefühlsregungen zeigt. Als seine Mutter den Saal betritt, verändert sich die Stimmung im Raum. Die Frau mit dem dunkelblauen Mantel, ihr dünnes Haar zu einem kleinen Dutt gesteckt, setzt sich auf den Zeugenstuhl, stellt ihre weiße Handtasche, aus der mehrere Klarsichtfolien und Ordner herausragen, neben sich ab. In den beiden vorherigen Verhandlungstagen war sie auch im Landgericht in Memmingen. Allerdings immer vor der Tür. Sie wartete dann vor dem Saal, um ihren Sohn, der in Handfesseln aus dem Polizeiwagen in das Gerichtsgebäude geführt wurde, zu sehen.
Günzburg
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