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Haus der Musik Offingen bringt Musikgruppen und Schüler unter ein Dach

Offingen

Einzug steht bevor: Wie das Haus der Musik Offingens Musiker unter ein Dach bringt

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    Das Haus der Musik in der Offinger Marktstraße befindet sich kurz vor der Fertigstellung. Der Markt hat viel Geld investiert, um der Musikschule wie auch anderen musikalischen Gruppierungen im Ort eine Heimat zu geben.
    Das Haus der Musik in der Offinger Marktstraße befindet sich kurz vor der Fertigstellung. Der Markt hat viel Geld investiert, um der Musikschule wie auch anderen musikalischen Gruppierungen im Ort eine Heimat zu geben. Foto: Peter Wieser

    Vor kurzem wurde der Eingangsbereich gepflastert, und im Treppenhaus waren noch die Maler am Arbeiten. Eigentlich ist das Haus der Musik in der Offinger Marktstraße weitestgehend fertiggestellt. Bis auf wenige Restarbeiten, wie die digitale Infotafel an der Wand im Foyer, die noch eingebaut wird. Knapp 3,4 Millionen Euro investiert der Markt Offingen in das Projekt. Für dieses gibt es einen Zuschuss, der ist mit 200.000 Euro jedoch eher gering. Aber der Markt steht hinter seinem Haus der Musik.

    Vor mehr als zehn Jahren konnte die Marktgemeinde das Grundstück mit dem Herzig-Anwesen gegenüber dem Rathaus erwerben. Grundgedanke war: Aus dem ehemaligen Schuhgeschäft mit Schusterwerkstatt sollte eine Art Dorfgemeinschaftszentrum mit spezieller Nutzung in Form eines „Hauses der Musik“ entstehen. Der Schwerpunkt sollte bei der Musikschule Gundremmingen, Offingen, Rettenbach liegen. Inzwischen besuchen sie rund 630 Schülerinnen und Schüler, 15 Lehrkräfte unterrichten dort.

    Offingen erhält Haus der Musik im Ortszentrum

    In Offingen selbst seien sie bisher nirgendwo wirklich zu Hause gewesen, erklärt Bürgermeister Thomas Wörz. Mit dem Haus der Musik hat sie künftig auch im Markt einen festen Standort. Auch anderen musikalischen Gruppierungen in Offingen soll es Platz bieten.

    Herzstück des Gebäudes ist der rund 130 Quadratmeter große Orchesterproberaum mit ausreichend Platz für bis zu 60 Musikerinnen und Musiker. Auf dem Bild links: Offingens Bürgermeister Thomas Wörz. Daneben: Bauamtsleiter Stephan Uano.
    Herzstück des Gebäudes ist der rund 130 Quadratmeter große Orchesterproberaum mit ausreichend Platz für bis zu 60 Musikerinnen und Musiker. Auf dem Bild links: Offingens Bürgermeister Thomas Wörz. Daneben: Bauamtsleiter Stephan Uano. Foto: Peter Wieser

    Von den ersten Überlegungen bis zum Baubeginn im Herbst 2024 vergingen noch etliche Jahre, in denen man allerdings nicht untätig war. Es gab eine Machbarkeitsstudie, dann stellte sich heraus, dass nur ein Neubau sinnvoll wäre. Schließlich wurde ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Die Herausforderungen seien unter anderem der hohe Grundwasserspiegel und nicht zuletzt die räumliche Enge des Grundstücks gewesen, fährt Bauamtsleiter Stephan Uano fort. Wegen des Baukrans musste die Marktstraße über mehrere Monate hinweg gesperrt werden.

    Jazz Spätzla und Fat Cat Combo proben künftig im Erdgeschoss

    Für das Gebäude, das barrierefrei ist und über einen Aufzug verfügt, wurde ein Schallgutachten erstellt, die Fenster, Innentüren und Wände entsprechen den Schallanforderungen. Auch ein Akustiker war eingebunden. Die Räume wirken hell und freundlich, wie die Akustikwände sind auch die Parkettböden aus Eichenholz. Herzstück ist der etwa 130 Quadratmeter große Orchesterproberaum im Erdgeschoss, der bis zu 60 Musikerinnen und Musikern Platz bietet. Er ist so gut wie fertig, die dafür vorgesehenen 55 Stühle dürften inzwischen ebenfalls eingetroffen sein. Die Jugendkapelle und die beiden Big Bands der Musikschule, die Jazz Spätzla und die Fat Cat Combo, werden künftig darin proben. Genauso der Musikverein Lyra und der Gospelchor.

    Im Obergeschoss befindet sich eine Teeküche. Von diesem Bereich geht es zu den vier Unterrichtsräumen und dem Besprechungsraum sowie zum Büro von Musikschulleiter Klaus Schlander.
    Im Obergeschoss befindet sich eine Teeküche. Von diesem Bereich geht es zu den vier Unterrichtsräumen und dem Besprechungsraum sowie zum Büro von Musikschulleiter Klaus Schlander. Foto: Peter Wieser

    Im Keller befindet sich ein weiterer kleinerer Proberaum. Der ist für die musikalische Früherziehung, den Schlagzeugunterricht wie auch für kleinere Ensembles vorgesehen. Weiter sind dort Abstell- und Technikräume. Beheizt wird das Haus der Musik über einen Fernwärmeanschluss von der Heizanlage mit zwei Grundwasserwärmepumpen im Rathaus. Zur Spitzenlastabdeckung ist eine Gastherme vorhanden. Im Keller befindet sich auch die Lüftungsanlage: Sie sorgt dafür, dass in den beiden Proberäumen auch bei geschlossenen Fenstern eine entsprechende Raumluft vorhanden ist.

    Orchester und Schüler finden feste Heimat in Offingen

    Das Obergeschoss ist der eigentliche Unterrichtsbereich. Die vier Einzelunterrichtsräume sind schalltechnisch so konzipiert, dass an verschiedenen Instrumenten gleichzeitig Unterricht stattfinden kann. Neben einem Besprechungsraum und einer Teeküche befindet sich dort auch das Büro von Musikschulleiter Klaus Schlander. Der dezentrale Unterricht in den Gemeinden Gundremmingen und Rettenbach verbleibt so wie bisher. Und was Offingen betrifft: Das Umherziehen habe dort nun ein Ende. Eine Heimat zu bekommen, sowohl für die Orchester als auch für die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte, das sei das Schönste, was man mit dem Haus der Musik erreiche, betont Klaus Schlander. „Die Unterrichtsräume und Probenräume sind akustisch und technisch top ausgestattet, damit ein qualifizierter Unterricht abgehalten werden kann. Darauf freuen sich alle Lehrkräfte.“ Als Erstes müsse später organisiert werden, dass die ganzen Instrumentarien der Orchester und Bands in das Haus der Musik gelangten.

    Am Samstag, 11. Juli, findet die offizielle Einweihung des Hauses der Musik mit kirchlicher Segnung statt. Eingeweiht wird auch der von der Familie Offermann (BWF Group) gesponserte Flügel. Die Früherziehungskinder, die Blockflötenkinder, das Vororchester und das Jugendblasorchester werden dabei in das Haus der Musik einmarschieren – sozusagen symbolisch einziehen. Weiter soll es die Möglichkeit geben, das Haus zu besichtigen.

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