Das Schreiben von Texten habe ihr schon immer viel Freude und Entspannung bereitet, meint Claire Edwards, die ihren Roman „Kampf gegen die Alb“ in einer Lesung bei der Volkshochschule in Günzburg vorstellen wird. Nach ihren anfänglichen Erfolgen als Autorin von Liebesromanen, die stets im englischen Cornwall angesiedelt waren, hat sie nun erstmals einen Kriminalroman geschrieben, der kurz nach seiner Veröffentlichung bereits in der zweiten Auflage in den Buchhandlungen auf eine breite Nachfrage stößt.
Die Anregung ihres Verlags, das Handlungsgeschehen nach Süddeutschland zu verlegen, erschien der unter einem englischen Pseudonym schreibenden Schriftstellerin rückblickend als inspirierender Impuls, konnte sie so doch einige Charaktere noch treffender skizzieren und persönliche Erfahrungen einfließen lassen.
Bücher der dreifachen Mutter erscheinen im Buchhandel
Es war ein weiter Weg, bis die dreifache Mutter, deren Wurzeln in Günzburg liegen, sich einen Namen als Autorin geschaffen hatte und ihre Bücher endlich auch in den großen Buchhandelsketten zu finden waren. Das Abtauchen in eine Fantasiewelt bedeutet für sie einen Ausgleich zu ihrer früheren Arbeit im Sanitätswesen und zum Familienalltag. Von einer Reihe von Fehlversuchen auf der Suche nach einem Verlag ließ sie sich nicht entmutigen und freute sich sehr über erste Erfolge vor allem im E-Book-Bereich.
Rückblickend meint sie: „Auch wenn du ein gutes Buch geschrieben hast, dann ist es nicht selbstverständlich, dass das auch publiziert wird.“ Dazu gehöre das nötige Quäntchen Glück, zum richtigen Zeitpunkt mit dem richtigen Thema auf den Markt zu kommen. Ermutigt von der positiven Resonanz auf ihre Romane, wandte sie sich vor zwei Jahren einem neuen Themenbereich zu.
Claire Edward liest aus ihren Roman in Günzburg vor
Ihr Kriminalroman, in dem es um einen Mord in einem Survival-Camp auf der Schwäbischen Alb geht, fand nicht nur das Wohlwollen des Verlags, sondern kommt auch bei den Lesern gut an: Eine bunt zusammengewürfelte Truppe macht sich unter der Leitung eines Scouts auf, um für zwei Wochen auf alle Annehmlichkeiten des zivilisierten Lebens zu verzichten. Kurzweilig beschreibt die Autorin dabei, wie sich Alltagsprobleme, die sich im Leben in der Wildnis ergeben, zu existenziellen Fragen entwickeln können.
Besonderes Lesevergnügen bereitet die Perspektive der jeweiligen Campteilnehmer. Das Eintauchen in deren persönlichen Zwiespälte und Denkweisen lässt erahnen, dass es sich hier um weit mehr als die üblichen klischeehaften Charaktere handelt und zieht den Leser bis zur letzten Seite in seinen Bann. Die Volkshochschule veranstaltet eine Lesung mit Claire Edward am Donnerstag, 21. Mai, um 19 Uhr in der Stadtbücherei in Günzburg.
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