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Landensberg regelt Nachfolge – Hedwig Bierlein wird Zweite Bürgermeisterin

Landensberg

„Es ist eine gute Entwicklung für die Gemeinde“: So geht es in Landensberg weiter

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    Blick ins Glötttal beim Barfußpark in Glöttweng: Landensbergs Bürgermeister Leonhard Steinle (Mitte) und seine Stellvertreterin Hedwig Bierlein sowie der bisherige Zweite Bürgermeister Fritz Grasberger.
    Blick ins Glötttal beim Barfußpark in Glöttweng: Landensbergs Bürgermeister Leonhard Steinle (Mitte) und seine Stellvertreterin Hedwig Bierlein sowie der bisherige Zweite Bürgermeister Fritz Grasberger. Foto: Peter Wieser

    Was haben Landensbergs früherer Zweiter Bürgermeister Fritz Grasberger und seine bisherige Gemeinderatskollegin Hedwig Bierlein gemeinsam? Beide gehörten von 2002 bis 2014 dem Gemeinderat an. Anschließend gab es für eine Legislaturperiode eine Unterbrechung, von 2020 bis 2026 waren beide dann wieder erneut im Gremium vertreten. Seit 20 Jahren gibt es in Glöttweng den Barfußpark. Das Projekt hatten seinerzeit beide gemeinsam begonnen, umzusetzen. Jetzt gibt es noch etwas, nämlich das Amt des Zweiten Bürgermeisters beziehungsweise der Zweiten Bürgermeisterin: Hedwig Bierlein ist nach einstimmig erfolgter Wahl die Nachfolgerin von Fritz Grasberger.

    Im Rahmen der Sitzung im April waren die ausgeschiedenen Mitglieder des Landensberger Gemeinderats verabschiedet worden. Jetzt, im Mai hat er sich neu konstituiert. Mit Jan Knöpfle, Toni Ritter und Lion Schetting (alle Wählervereinigung Landensberg) sowie Josef Joas (Freier Wählerblock Glöttweng) wurden vier neue Räte vereidigt. Die Gemeinde Landensberg ist in der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Haldenwang mit Bürgermeister Leonhard Steinle und Alexander Gah vertreten. Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses ist Andreas Salger. Zur Kindergartenreferentin wurde Alexandra Merk (Glöttweng) bestellt. Lion Schetting ist Jugendreferent und Vereinsbeauftragter, Josef Joas ist Seniorenreferent. Weiter wurden Toni Ritter zum Feldwegbeauftragten und Jan Knöpfle für den gemeindlichen Internetauftritt und soziale Netzwerke bestellt. Fritz Grasberger wird weiterhin Beauftragter für den Barfußpark sein – später werde ein „sanfter Übergang“ geschaffen, wie er sagt.

    Gemeinderat regelt Nachfolge und sichert Stärkung des Ehrenamts

    „Die Nachfolge ist gut geregelt, und es ist eine gute Entwicklung“, betont Grasberger. Anfangs herrschte unter den Mitgliedern des Gemeinderats zunächst wenig Bereitschaft, für eine weitere Wahl zur Verfügung zu stehen. Das legte sich. Bis kurz vor Ende der gesetzten Frist aber gab es auch keinen Bürgermeisterkandidaten. Zunächst sei sein Gedanke gewesen, dass er sich nicht mehr zur Wiederwahl stelle, sagt Bürgermeister Leonhard Steinle. Aber es sei keiner bereit gewesen, von sich aus das Amt zu übernehmen. Da überlege man, wie man eine Lösung finde. Daraus sei die Entscheidung gewachsen, sich für weitere sechs Jahre zur Verfügung zu stellen. Aber es müsse respektiert werden, dass es sich um ein Ehrenamt handle und damit auch seine berufliche Tätigkeit. Seine neue Stellvertreterin Hedwig Bierlein fügt hinzu: Er habe ein pragmatisches Sehen für die Dinge im Ort. Sie habe ihm stets ihre Unterstützung zugesichert, wenn er das Amt weiterführe.

    Leonhard Steinle wurde 2023 Bürgermeister. Der plötzliche Verlust seines Vorgängers Johannes Böse hatte die Gemeinde schwer getroffen. Eine Schockstarre. Sein Vertreter Fritz Grasberger habe ihn damals sehr unterstützt und ihm viel Wissen weitergegeben, betont Steinle. An dem Amt hänge wesentlich mehr, was viele nicht wüssten. Im Mittelpunkt standen vor allem eine sichere Wasserversorgung, aber auch die Sanierung von Kanälen und Straßenabschnitten. Nach den durchgeführten Renovierungsarbeiten bei der Dorfschänke Kreuz, die die Gemeinde zuvor erworben hatte, gibt es in Landensberg weiterhin eine Gastwirtschaft. Inzwischen ist das Baugebiet Flurweg erschlossen. Von den neun Bauplätzen ist einer für die Allgemeinheit, die weiteren sind möglichst für Einheimische angedacht. Man wolle jüngeren Bürgerinnen und Bürgern wie auch jungen Familien die Möglichkeit geben, zu bauen und im Ort zu bleiben.

    Demnächst soll für die neuen Mitglieder des Gemeinderats mit dem gesamten Gremium eine Startrunde durch die Ortsteile Landensberg und Glöttweng stattfinden – mit dem Blick auf die kommunalen Einrichtungen, Gebäude und Anlagen. Wichtige Themen sind auch in Zukunft die Wasserversorgung sowie das Weiterverfolgen des Infrastrukturkonzepts. Sein Wunsch wäre, wenn es eine Großkommune mit einem hauptamtlichen Bürgermeister gäbe, anstelle mehrerer kleinen Kommunen, erklärt Steinle.

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