Eine Gruppe von Technikinteressierten aus Leipheim besuchte vor Kurzem das Wasserkraftwerk Günzburg. Elf Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „Ingenieursstammtischs“ nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort über die Funktionsweise moderner Wasserkraftwerke zu informieren. Zu Beginn gab Lars Leifeld einen Überblick über das Kraftwerk und die Rolle der LEW Wasserkraft im regionalen Energiesystem. Das Kraftwerk Günzburg gehört zu den sechs leistungsstarken Donaukraftwerken der Obere Donau Kraftwerke AG (ODK). Die Wasserkraftwerke Oberelchingen, Leipheim, Günzburg, Offingen, Gundelfingen und Faimingen erzeugen jährlich etwa 280 Millionen Kilowattstunden Strom aus erneuerbarer Energie. Die Wasserkraftwerke werden von der LEW betriebsgeführt und von deren Zentralwarte in Gersthofen bei Augsburg aus ferngesteuert. Die LEW betreibt insgesamt 36 Wasserkraftanlagen an Donau, Lech, Wertach, Günz und Iller. Diese erzeugen jährlich rund eine Milliarde Kilowattstunden Strom aus erneuerbarer Energie. Diese Anlagen leisten einen wichtigen Beitrag zur regionalen Versorgungssicherheit und zur Integration erneuerbarer Energien. Es wurden auch die weiteren Aufgaben der Wasserkraft thematisiert. Dazu zählen insbesondere Beiträge zum Hochwasserschutz sowie zur Stabilisierung des Grundwasserspiegels. Die Entwicklung der Flusslandschaften wurde dabei ebenso eingeordnet wie moderne Ansätze zur Verbesserung von Gewässerstrukturen und Lebensräumen. Ein Schwerpunkt lag auf der Rolle der Wasserkraft im Energiesystem der Zukunft. Sie trägt zur Netzstabilität bei und stellt verlässlich verfügbare Leistung bereit. Im Anschluss an den Einführungsteil erhielten die Besucherinnen und Besucher einen Einblick in den technischen Betrieb der Anlage. Der Besuch bot den Teilnehmenden einen praxisnahen Eindruck davon, wie erneuerbare Energieerzeugung, Wasserwirtschaft und ökologische Anforderungen in modernen Wasserkraftanlagen zusammenspielen.
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