Die LEW beginnt ab Mitte Juni mit Mäh- und Pflegearbeiten entlang der Dämme und Deiche an der Günz. Die Maßnahmen erstrecken sich laut Pressemitteilung voraussichtlich bis Ende Juli und betreffen den Abschnitt zwischen dem Kraftwerk Waldstetten und dem Wehr Oberried.
Die regelmäßige Pflege ist ein zentraler Bestandteil des Anlagenunterhalts, erklärt die LEW. Sie stellt die langfristige Funktionsfähigkeit der Hochwasserschutzanlagen sicher und ermöglicht eine frühzeitige Erkennung möglicher Schäden, da Dammsohle und Böschungen frei einsehbar bleiben.
Gleichzeitig leiste die Mahd einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Artenschutz. Sie verhindert die Verbuschung der Flächen und erhält wertvolle Lebensräume wie artenreiche Extensivwiesen und Halbtrockenrasen. Voraussetzung dafür ist auch der Abtransport des Mähguts – ohne diese Pflege würden die ökologisch hochwertigen Flächen langfristig an Vielfalt verlieren.
Blühflächen bleiben für Insekten erhalten
Die Arbeiten erfolgen abschnittsweise und mit Rücksicht auf Pflanzen- und Tierwelt. Blühflächen und Rückzugsorte, die Insekten und anderen Tieren Nahrung und Schutz bieten, bleiben gezielt stehen. Ausgenommen sind Bereiche, in denen invasive Arten wie die Goldrute zurückgedrängt werden müssen.
„Die Damm- und Deichpflege erfüllt mehrere wichtige Funktionen zugleich: Sie sichert den Betrieb unserer Anlagen und trägt dazu bei, wertvolle Lebensräume entlang der Günz zu erhalten“, sagt Oliver Thalmeir, Leiter Instandhaltung Bau bei der LEW. „Deshalb stimmen wir die Maßnahmen eng mit den Naturschutzbehörden ab und entwickeln unsere Pflegekonzepte kontinuierlich weiter.“
Während der Arbeiten kann es auf den dammbegleitenden Wegen vereinzelt zu Einschränkungen kommen. Die LEW bittet Spaziergängerinnen und Spaziergänger sowie Radfahrende, die Beschilderung vor Ort zu beachten und ausreichend Abstand zu halten.
Als Betreiberin von sechs Wasserkraftwerken an der Günz ist die LEW für die Pflege und Instandhaltung der Dämme und Deiche entlang von rund 14 Flusskilometern verantwortlich. Planung und Umsetzung erfolgen in enger Abstimmung mit den zuständigen Naturschutzbehörden und dem Landschaftspflegeverband. Umfang und Zeitpunkt der Maßnahmen werden jährlich an die örtlichen Gegebenheiten angepasst – unter anderem beeinflusst durch Niederschläge, Temperaturen und die Vegetationsentwicklung.
Auch an Donau, Lech, Iller und Wertach führt die LEW regelmäßig Pflege- und Unterhaltsmaßnahmen durch, abgestimmt auf die jeweiligen Anforderungen von Hochwasserschutz sowie Natur- und Artenschutz. (AZ)
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