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Radweg Rettenbach: Gemeinderat diskutiert Varianten zum Silbersee

Rettenbach

Radweg zum Silbersee: Gerät das Projekt ins Wanken?

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    Die Gemeinde Rettenbach verfolgt bei dem geplanten Radweg in Richtung Silbersee den Verlauf nördlich der Kreisstraße (rechts im Bild). Die in Verbindung mit der vorgesehenen Erweiterung der Firma Reflexa veränderte Zufahrt und der damit verbundene erhöhte LKW-Verkehr könnte ein Gefahrenpotential darstellen. 
    Die Gemeinde Rettenbach verfolgt bei dem geplanten Radweg in Richtung Silbersee den Verlauf nördlich der Kreisstraße (rechts im Bild). Die in Verbindung mit der vorgesehenen Erweiterung der Firma Reflexa veränderte Zufahrt und der damit verbundene erhöhte LKW-Verkehr könnte ein Gefahrenpotential darstellen.  Foto: Peter Wieser

    Der Wunsch nach einem Radweg vom östlichen Ortsausgang Rettenbach entlang der GZ 31 zur Staatsstraße 2024 zwischen Remshart und Offingen besteht schon lange – sowohl bei der Bevölkerung als auch im Rettenbacher Gemeinderat. Damit wäre eine sichere Verbindung in Richtung Naherholungsgebiet Silbersee geschaffen.

    Die naheliegende und auch wirtschaftlichere Variante der Wegführung südlich der Kreisstraße ist wegen fehlender Möglichkeiten eines durchgehenden Grunderwerbs nicht realisierbar. Somit war eine zweite, jedoch mit erheblich höherem Aufwand verbundene Variante auf der gegenüberliegenden Seite im Norden in den Mittelpunkt gerückt. In der Sitzung am Montag informierte Bürgermeisterin Sandra Dietrich-Kast (CSU) über vorangegangene Abstimmungsgespräche, unter anderem mit der Regierung von Schwaben und einen in Aussicht gestellten Zuschuss in Höhe von 75 Prozent auf die zuwendungsfähigen Kosten.

    Bürgermeisterin Dietrich-Kast weist auf Gefahren durch Lkw-Verkehr hin

    Ein Gespräch hatte auch mit der Firma Reflexa stattgefunden, nachdem gemäß der derzeitigen Planung noch offen ist, wie sich in dem dortigen Bereich das Vorhaben umsetzen ließe. Das Unternehmen hatte sich für die Realisierung des Radwegs durchaus positiv ausgesprochen, hatte aber auch Bedenken hervorgebracht. Die Firma Reflexa beabsichtigt, sich zu erweitern und damit die Zufahrt über den von der Gemeinde erworbenen Feldweg im Osten zu verändern. Der dadurch verstärkt stattfindende Lkw-Verkehr würde ein erhebliches Gefahrenpotenzial darstellen. Es sei wichtig, dass man diese Bedenken berücksichtigt, betonte Bürgermeisterin Dietrich-Kast. Der Worst Case wäre, wenn jemand zu Schaden käme.

    Die Kreisstraße nach Rettenbach von Osten kommend ist unübersichtlich und gerade für Radfahrer sehr gefährlich. Aus diesem Grund besteht schon lange der Wunsch nach einem Radweg.
    Die Kreisstraße nach Rettenbach von Osten kommend ist unübersichtlich und gerade für Radfahrer sehr gefährlich. Aus diesem Grund besteht schon lange der Wunsch nach einem Radweg. Foto: Peter Wieser

    Eine Alternative wäre, die Wegführung, weg von der Firma Reflexa, vorbei am Sportheim über den Mühlplatzweg und an der Einmündung zur Kreisstraße über eine Querung auf die Nordseite vorzusehen. Herbert Sittenberger (BL) merkte jedoch an: „Wir brauchen den Radweg auch im oberen Bereich.“ Wenn es die Grundstücksverhältnisse zuließen, wäre eventuell dort ein Verlauf auf der gegenüberliegenden Seite möglich. Werner Brenner (CSU) sieht aufgrund der Kosten ausschließlich die Südvariante als diejenige, die man verfolgen müsse. Warum habe man seinerzeit nicht versucht, mit mehr Druck auf die Grundstückseigentümer den erforderlichen Grund zu erwerben? Ansonsten sehe er keine andere Realisierungsmöglichkeit. Brenner schlug vor, selbst auf die einzelnen Personen zuzugehen.

    Gemeinderat diskutiert Radweg entlang der Kreisstraße

    Markus Neumann (BL) stellte die Frage in den Raum, ob der Radweg denn überhaupt entlang der Kreisstraße führen müsse. Dann aber könnte der Zuschuss in Gefahr geraten. Franz Feil (CSU) merkte an, dass der Radweg von Remshart nach Unterknöringen sogar zwei Zufahrten in ein Industriegebiet quere. Man müsse es doch schaffen, dies bestmöglich und auch sicherheitstechnisch auf den Weg zu bringen. Bürgermeisterin Dietrich-Kast fasste zusammen: Man habe sich zuvor intensiv mit der Südvariante beschäftigt und darüber informiert. Man müsse sich den jetzigen Gegebenheiten stellen, um zum Ziel zu kommen. Die Bürgerinnen und Bürger erwarteten, dass es mit dem Radweg weitergehe. Entweder der Gemeinderat beschließt, das Planungsbüro zu einer sogenannten vertieften Untersuchung hinsichtlich der Realisierung zu beauftragen, oder man warte die Ergebnisse ab, die Gemeinderatsmitglied Werner Brenner bezüglich einer Südvariante vorlegen will. Der Gemeinderat sprach sich mehrheitlich für die Beauftragung des Büros aus, allerdings gab es auch vier Gegenstimmen.

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