Im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Veteranen- und Soldatenvereins Harthausen stand in diesem Jahr ein Moment des Dankes und der Wertschätzung. Für 25 Jahre Treue zum Verein wurde Holger Bucher geehrt, ein Vierteljahrhundert, in dem er dem Verein verlässlich zur Seite steht. Sichtlich bewegt nahm er die Auszeichnung entgegen. Vorsitzender Alexander von Riedheim würdigte in seiner Ansprache nicht nur die lange Mitgliedschaft, sondern auch die Haltung, die dahintersteht: Beständigkeit, Kameradschaft und das stille, aber unverzichtbare Engagement für die Gemeinschaft. Nur durch diese Treue, so betonte er, könne der Verein seine Aufgaben erfüllen und die Erinnerung lebendig halten. Auch der Blick in die Zukunft war von Zusammenhalt geprägt. Im kommenden Frühjahr soll der Vorplatz am Ehrenmal neu gestaltet werden: ein Ort des Gedenkens, der Besinnung und des Innehaltens. Bürgermeisterin Sandra Dietrich-Kast stellte hierfür einen Zuschuss der Gemeinde in Aussicht und machte damit deutlich, wie sehr sie die Arbeit des Vereins schätzt. In ihrer Begrüßungsrede fand die Bürgermeisterin sehr persönliche Worte. Wann immer sie an Versammlungen teilnehme, sei es beim Krieger- und Soldatenverein Rettenbach oder wie an diesem Abend beim Veteranenverein Harthausen wie auch an den Volkstrauertagen in allen drei Ortsteilen denke sie an ihren Großvater Felix. Er habe ihr eindringlich von seinen leidvollen Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg erzählt. Diese Gespräche hätten sie tief geprägt und ihr früh die Zerbrechlichkeit des Friedens vor Augen geführt. Gerade deshalb sei es so wichtig, die Erinnerung wachzuhalten und sich für Frieden und Verständigung einzusetzen – Werte, für die die Veteranen- und Soldatenvereine seit Generationen stehen. So wurde der Abend nicht nur zu einer Versammlung im formalen Sinn, sondern zu einem stillen Bekenntnis zu Zusammenhalt, Verantwortung und dem gemeinsamen Wunsch, aus der Geschichte die richtigen Lehren zu ziehen.
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