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Reflexa-Chefin: „Ein autoritärer Führungsstil ist heutzutage fehl am Platz“

Interview

Reflexa-Chefin: „Ein autoritärer Führungsstil ist heutzutage fehl am Platz“

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    Miriam Albrecht ist seit 2013 Geschäftsführerin von Reflexa in Rettenbach. Die Firma produziert und vertreibt maßgeschneiderten Sonnen-, Sicht- und Insektenschutz.
    Miriam Albrecht ist seit 2013 Geschäftsführerin von Reflexa in Rettenbach. Die Firma produziert und vertreibt maßgeschneiderten Sonnen-, Sicht- und Insektenschutz. Foto: Mira Herold-Baer

    Frau Albrecht, Reflexa wurde 1961 von Ihrem Vater gegründet, Sie führen das Unternehmen heute in zweiter Generation. War die Nachfolge für Sie immer gesetzt oder gab es auch Zweifel?

    MIRIAM ALBRECHT: Die Erwartungshaltung von zu Hause war sicherlich da. Gleichzeitig wurde ich von Anfang an unterstützt und ermutigt, meinen eigenen Weg zu gehen. Ich bin buchstäblich im Unternehmen aufgewachsen. Eine Mitarbeiterin erzählt noch heute, dass sie meinen Kinderwagen durch die Hallen geschoben hat, als ich keine zwei Wochen alt war. Wenn man so aufwächst, wird das Unternehmen ein Teil von einem selbst. Ich bin Schritt für Schritt in die Verantwortung hineingewachsen und genau daraus ist meine Motivation entstanden, diesen Weg heute weiterzugehen.

    Reflexa wurde mehrfach für Familienfreundlichkeit ausgezeichnet. Ein persönliches Ziel und Statement von Ihnen oder schlicht gute Unternehmensführung?

    ALBRECHT: Beides, würde ich sagen, aber der persönliche Antrieb überwiegt. Ich lebe selbst in einem Familienunternehmen, mein Mann arbeitet mit, mein Sohn ist dabei, meine Schwester hatte bis vor Kurzem ihren Arbeitsplatz noch hier. Diese Haltung lässt sich nicht nur nach außen vertreten, sie muss intern gelebt werden. Dazu gehören flexible Lösungen im Alltag, Verständnis für persönliche Situationen oder auch ganz pragmatische Dinge wie die Möglichkeit, Hunde mitzubringen. Ich wollte nie ein Unternehmen, das so groß wird, dass alle anonym sind. Gleichzeitig ist diese Verbundenheit aus meiner Sicht auch ökonomisch sinnvoll: Wer Mitarbeitende als Menschen mit ihrem gesamten Lebensumfeld wahrnimmt, schafft Bindung und langfristige Stabilität. Dass bei uns teils schon die dritte Generation einer Familie hier arbeitet, spricht für sich.

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