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Rettenbach: Rettenbachs ältester Bürger feiert seinen 98-sten Geburtstag

Rettenbach

Rettenbachs ältester Bürger feiert seinen 98-sten Geburtstag

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    Rudi Wiedenmann erzählt aus seinem Leben.
    Rudi Wiedenmann erzählt aus seinem Leben. Foto: Willibald Lang

    Auch wenn es kein runder Geburtstag war, Rudolf Wiedenmann feierte im Kreise seiner Familie den 98-sten Geburtstag bei bester Laune, immerhin geht es auf die Hundert zu. Nach der Heimkehr aus dem zweiten Weltkrieg wurde er bereits Mitglied bei den örtlichen Vereinen, Freiwilige Feuerwehr, Gesangverein, Krieger- und Soldatenverein, engagierte sich beim Schützenverein „Frisch auf“, wo er nebenbei in der Theatergruppe mitwirkte und wurde erst mit 95 Jahren Mitglied beim FC Reflexa. Als Trompeter stärkte er in den 1960-er Jahren die Blaskapelle „Heimat“ von Alois Wanka. Natürlich hält er seinen Vereinen heute noch die Treue und verweist auf die vielen Ehrungen, die ihm im Laufe der Jahre zu teil wurden. Bei der Fülle an jahrzehntelanger Lebenserfahrung und vieler Erinnerungen darf die nostalgische Geschichte mit dem Zylinder nicht fehlen. Damals war es generell üblich, dass die Honoratioren der Vereine alle im Anzug mit Zylinder und glänzendem Schuhwerk bei Festveranstaltungen, Umzügen usw. zugegen waren. Besonders stolz war er bei der Schilderung über das Auffinden der mit einigen Blessuren über 70 Jahre alten Kopfbedeckung. Noch in den 1970-er Jahren, als er dem Gemeinderat von Rettenbach unter Bürgermeister Johann Wiedenmann angehörte, war es üblich, dass sich bei öffentlichen Veranstaltungen der Gemeinderat vollzählig im Anzug mit Zylinder den Anwesenden präsentierte. In Erinnerung ist auch noch das Aufeinandertreffen und Gespräch mit Dr. Theo Waigel (85), ehemaliger Bundesminister für Finanzen, aus dem vorigen Jahr bei dessen Buch-Vorstellung in Ursberg. „Lieber Rudi, wir wünschen Dir viel Gesundheit, Deine Erinnerungen sind Gold wert, behalte deinen Humor, Du bist nämlich einer der letzten Wissensträger in Rettenbach.“

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