Günzburg Vater-Sohn-Geschichten schreibt der Sport viele. Wesentlich seltener sind Mutter-Tochter-Kapitel. Eine schöne und von Erfolgen garnierte lässt sich gegenwärtig von Brigitte Schnödt und ihren beiden Töchtern, der 13-jährigen Theresa und der 17-jährigen Eva, erzählen. Es ist eine Geschichte aus dem Reitsport, die speziell von der hohen Kunst der Dressur handelt.
Brigitte Schnödt reitet schon seit ihrem zehnten Lebensjahr. Dass sie Talent und Leidenschaft besitzt, ist wenig verwunderlich. Sie wuchs nämlich in Obernburg/Unterfranken unweit von Aschaffenburg auf dem Reiterhof ihrer Eltern auf. Und damit war ihr und Bruder Klaus-Peter Bartels die Liebe zum Pferd quasi in die Wiege gelegt. Mit seinen Leistungen unter anderem als bayerischer Dressur-Meister und deutscher Kaderreiter war der erfolgreiche Bruder schon für Klein-Brigitte Vorbild. Doch im Sattel ihres ersten Pferdes Alexis hatte sie bei Pirouette, versammeltem Trab und Traverse die Zügel im Dressurgeviert bald selbst sicher in der Hand. Die Erfolge blieben nicht aus, steigerten sich. Brigitte Schnödt holte sich nicht nur in ihrer fränkischen Heimatregion Siege und Platzierungen und schaffte bald den Ritt hinein in die Elite der S-Dressur.
1989 kam sie ins Schwabenland und mit ihr Alexis. Mit dem hatte sie dann ab 1990 für den Reit- und Fahrverein Günzburg erfolgreiche Auftritte mit fünf Siegen in der M-Dressur sowie zahlreichen Platzierungen.
Heute ist Brigitte Schnödt längst eine der erfolgreichsten Günzburger Teilnehmerinnen auf den Dressurplätzen in der Region. Das gilt ganz besonders für die noch junge Freiluftsaison 2012 im Sattel ihrer neunjährigen Stute Acito Z. Sowohl der April als auch der Mai wurden für sie sportliche Wonnemonate. In Haunsheim, in Zoltingen sowie in Babenhausen gab es Platzierungen zwischen Rang zwei und vier. Bei den Kreismeisterschaften in Günzburg verteidigte sie erfolgreich ihren im Vorjahr ergatterten Titel. Und am vergangenen Wochenende gab es in Offingen eine Siegerschleife und einen zweiten Rang.
Am 2./3. Juni wird die Erfolgsgeschichte von Brigitte Schnödt gewiss eine Fortsetzung erfahren: Dann steht das erste Dressur-Turnier des Reit- und Fahrvereins Jettingen nach dessen Umzug von Eberstall in die neue Heimat an der Wettenhauser Straße im Kalender. Und dort sitzt neben weiteren 70 Reitern, die 125 Nennungen abgegeben haben, auch Brigitte Schnödt im Sattel – ohne Druck, wie sie sagt: „Das Turnier lasse ich auf mich zukommen. Ich schaue nicht auf die Konkurrenz. Ich suche mit meiner Alexis meine Chance und schaue dann, was herauskommt. Und da bin ich nach den bisher gezeigten Leistungen zuversichtlich.“
Aufs Turnier begleiten werden sie ihre beiden Mädels Eva und Theresia mit ihrem14 Jahre alten Pony Domingo. Eva Schnödt ist nach dem dritten Platz bei den Kreismeisterschaften und nach ihrer Platzierung in Zoltingen für die Jettinger L-Dressur hoch motiviert. Das gilt auch für Theresa für ihren Start in der A-Dressur. Und wer weiß: Vielleicht schaffen es die beiden Töchter auch bis zu Starts in den Top-Kategorien des Dressursports. Bei der Vorgabe …