Fünf Wochen, nachdem der ESV Burgau den Klassenerhalt in der Eishockey-Bayernliga geschafft hat, vermeldeten die Verantwortlichen erste Personalentscheidungen. Zur kommenden Spielzeit wird es im Eisbärenkader zu einem größeren Umbruch kommen, nach derzeitigem Stand verlassen insgesamt zehn Spieler den Verein.
Einige Routiniers verlassen die Eisbären
Prominentester Abgang ist dabei Torwart Philipp Schnierstein. Der 36-Jährige, der in dieser Spielzeit acht Einsätze für die Markgräfler absolviert hat, beendet seine Karriere. Der ehemalige Oberligatorwart war mit seinen Paraden in der Spielzeit 2024/25 maßgeblich am Aufstieg der Eisbären in die Bayernliga beteiligt und auch in den diesjährigen Playdowns hielt Schnierstein überragend. Beim 3:1-Sieg des ESV im ersten Match gegen Waldkraiburg brachte der Goalie die gegnerischen Akteure schier zur Verzweiflung.
Mit dem 33-jährigen Sven Gäbelein, der 103 Spiele (50 Tore/79 Assists) für Burgau absolviert hat, und Max Arnawa (119 Spiele/62 Tore/59 Assists) verlassen zwei weitere Routiniers die Markgrafenstadt. Wo und ob die beiden technisch versierten Akteure in der kommenden Saison auf das Eis gehen werden, ist noch nicht bekannt. Die beiden Stürmer waren in den vergangenen Jahren wichtige Pfeiler bei der Entwicklung der Eisbären. Nicht mehr für die Burgauer auflaufen wird auch Nico Miedl. Der Defensivmann brachte es in zweieinhalb Jahren an der Mindel auf 89 Einsätze (fünf Tore/fünf Assists). Außerdem war der 22-Jährige in der Jugendabteilung als Coach der U15 aktiv. Für Lukas Häckelsmiller, der in der Saison 2025/26 nur auf sieben Einsätze kam und für Burgau in insgesamt 38 Matches fünf Tore und 17 Vorlagen auflegte sowie für Luka Gottwald (38 Spiele/fünf Tore/17 Assissts) endet die Zeit in Burgau ebenfalls.
Erste Gespräche mit potenziellen Neuzugängen in Burgau laufen
In den verdienten Eishockey-Ruhestand verabschiedet sich Nikolas Oppenberger. ESV-Co-Trainer Heinzi Heinrich stellte vor der Abstiegsrunde den Kontakt zu Oppenberger her. Der 37-Jährige kam aus Kempten nach Burgau und wurde aufgrund seiner engagierten Spielweise schnell zu einem wichtigen Faktor. Der Angreifer erzielte zwei Tore und bereitete zwei Treffer vor. Eine neue Herausforderung sucht in der kommenden Saison Anton Schreiner (36 Spiele/2 Tore/5 Assists). Wo der junge Verteidiger ab Oktober spielen wird, steht bisher nicht fest. Auch die beiden Kontingentspieler Mikko-Matti Paakkola und Emil Malysjev werden nicht nach Burgau zurückkommen. Malysjev, der in seinem ersten Spiel für die Eisbären gegen Kempten gleich ein Solo an drei Gegner vorbei mit einem Tor abschloss, kam im Dezember aus Russland zu den Eisbären. Der schwedische Defensivmann war vor allem als Passgeber erfolgreich, 14 seiner Zuspiele führten zu Treffern. Mit Paakkola geht ein Akteur, der im Angriffsspiel der Markgräfler für Furore sorgte. Nach anfänglichen Schwierigkeiten kam der Finne immer besser in Fahrt und erzielte in 15 Spielen acht Treffer und spielte sieben Torvorlagen.
„Jeder dieser Spieler hat seinen Teil dazu beigetragen, dass wir diese herausfordernde Saison erfolgreich mit dem Klassenerhalt beendet haben. Vielen Dank für euren Einsatz, eure Leidenschaft und euren Charakter auf und neben dem Eis. Für euren weiteren Weg wünschen wir euch sportlich wie privat nur das Beste“, verabschiedete ESV-Vorstand Werner Gebauer die Spieler. Gemeinsam mit dem neuen Trainer Roman Klicznik basteln die beiden Abteilungsleiter Heinzi Heinrich und Matthias Imminger derzeit am neuen Kader. Die ersten vielversprechenden Gespräche mit potenziellen Neuzugängen wurden in den vergangenen Tagen geführt. Einige der Verhandlungen stehen kurz vor einem erfolgreichen Abschluss.
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