Der TSV Offingen geht als Tabellenzweiter der Fußball-Kreisliga West in die Ausstiegsrelegation zu den schwäbischen Bezirksligen. Trotz des 4:1-Erfolges über den FC Günzburg am abschließenden Spieltag der Saison gelang dem TSV der Sprung an die Tabellenspitze nicht mehr, weil Spitzenreiter Türk Gücü Lauingen seine Partie gegen die SSV Glött mit 2:1 gewann.
Damit retteten die Lauinger ihren knappen Vorsprung von einem Punkt über die Ziellinie. Das Ergebnis in Lauingen hatte auch Auswirkung auf das Abschneiden des FC Günzburg. Denn durch die Glötter Niederlage stehen die Kreisstädter einen Rang über den Relegationsplätzen und spielen damit auch in der kommenden Saison im Oberhaus des Fußballkreises Donau. Dieses Ziel hat der TSV Balzhausen nicht erreicht. Das Team aus dem Landkreissüden verlor am letzten Spieltag der Saison 2025/26 zu Hause gegen Türkiyemspor Krumbach mit 1:2 und muss damit die SSV Neumünster-Unterschöneberg in die Kreisklasse begleiten. Für den SV Scheppach, der seine Partie in Altenmünster mit 1:4 verloren hat, geht es ebenfalls in die Relegation.
Beim Spiel in Offingen sahen rund 100 Zuschauerinnen und Zuschauer eine torlose erste Halbzeit mit wenigen Höhepunkten. Die Gäste aus Günzburg konnten das Geschehen ausgeglichen gestalten. Auf Offinger Seite hatten Elias Kerker (8.) und Ismail Bülbül (45.) die größten Gelegenheiten, auf der anderen Seite konnten weder Yakuba Jammeh (17.) noch Max Lamatsch (40.) den Ball im Tor unterbringen.
Einwechselungen bringen Schwung in das Offinger Spiel
Zur zweiten Halbzeit forderten die Offinger Anhänger den Einsatz von Vincent Bucher, der nach einer Erkrankung erst auf der Ersatzbank Platz genommen hatte. Das TSV-Trainergespann Stefan Smolka und Maximilian Braun brachte Bucher dann zum Wiederanpfiff – und diese Einwechslung sollte sich auszahlen. Denn mit der Hereinnahme von Bucher und Lukas Fischer nahm das Offensivspiel der Platzherren Fahrt auf.
Allerdings dauerte es noch bis zur 64. Minute, ehe der Ball erstmals im FCG-Kasten lag. Nach einer Flanke von der rechten Angriffsseite ging das Spielgerät an Freund und Feind vorbei bis an den langen Pfosten. Dort stand Ismail Bülbül völlig blank und netzte aus kurzer Distanz ein. Dem 2:0 (68.) durch Daniel Schönberger ging ein Traumpass von Stefan Smolka voraus. Per Freistoß von der Mittellinie aus steckte der Spielertrainer den Ball durch die Abwehr hindurch auf Schönberger, der Offensivspieler der Platzherren nahm Maß und versenkte den Ball im langen Eck.
Die Gäste gaben aber nicht auf und kamen in der 75. Minute zum Anschlusstreffer. Torschützer war Bilal Al-Kheder, der eine Flanke von Max Lamatsch verwertete. Doch die Antwort der Offinger ließ nur vier Minuten auf sich warten. Dann stellte Vincent Bucher mit seinem 17. Saisontor auf 3:1. Dieser Treffer war eine Co-Produktion der zur Halbzeit eingewechselten Akteure, denn die feine Vorarbeit hatte Lukas Fischer geleistet.
Offingen-Trainer Smolka: „Haben es uns selbst schwer gemacht“
Kurz nach diesem Erfolgserlebnis versäumte es Bucher, sein Torkonto noch einmal nach oben zu schrauben. Nach einer sehenswerten Einzelaktion schob der Angreifer den Ball knapp vorbei. Den Schlusspunkt unter eine gute zweite Halbzeit setzte David Süß mit dem 4:1 in der 92. Minute. Beim Schuss des Mittelfeldmotors aus rund 20 Metern hatte Torwart Matthias Möhnle im FCG-Tor keine Abwehrchance.
„In der ersten Halbzeit haben wir es uns selbst schwer gemacht. In diesem ersten Durchgang haben wir vieles vermissen lassen, was in den vergangenen Wochen gut war“, analysierte Stefan Smolka nach der Partie. Im zweiten Abschnitt hätte die Leistung dann gepasst. Der Schlüssel sei abermals der gute Teamgeist seiner Mannschaft gewesen. Der Günzburger Trainer Benjamin Götz, der vor der Spielzeit von einer Umbruchsaison gesprochen und als Ziel den Klassenerhalt ausgegeben hatte, lobte sein Team für ihr Comeback. Zu Beginn der Rückrunde verloren die Kreisstädter ihre Partien trotz ansprechender Leistungen immer sehr knapp. „Dass die Mannschaft dann wieder zurückgekommen ist, war stark. Wir waren in den beiden abschließenden Partien gegen Türk Gücü und gegen Offingen phasenweise auf Augenhöhe“, befand der Coach.
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