Startseite
Icon Pfeil nach unten
Günzburg
Icon Pfeil nach unten
Lokalsport
Icon Pfeil nach unten

Handball: „Toll spielen zählt nicht“: Der VfL Günzburg will beim HBC Nürnberg endlich wieder punkten

Handball

„Toll spielen zählt nicht“: Der VfL Günzburg will beim HBC Nürnberg endlich wieder punkten

  • |
  • |
  • |
  • |
    Im Hinspiel gegen den HBC Nürnberg (grüne Trikots) gewann der VfL Günzburg um Joseph Stotz am Ende eines torreichen Spiels mit 38:32.
    Im Hinspiel gegen den HBC Nürnberg (grüne Trikots) gewann der VfL Günzburg um Joseph Stotz am Ende eines torreichen Spiels mit 38:32. Foto: Ernst Mayer

    Nach den beiden jüngsten Niederlagen gegen Spitzenteams ist der VfL Günzburg am Wochenende in der Handball-Regionalliga bei einem Team aus der unteren Tabellenhälfte gefordert – und das zu einer ungewohnten Uhrzeit. Am Sonntagnachmittag um 16 Uhr treten die VfL-Handballer beim HBC Nürnberg an.

    Der Aufsteiger lieferte eine fulminante Hinrunde ab. Nach dem Wiederaufstieg hatten die Mittelfranken offensichtlich ihre Hausaufgaben erledigt. Mit 12:14 Punkten stand der Verein zwischenzeitlich, weit weg von Abstiegssorgen, auf einem ausgezeichneten siebten Tabellenplatz. Die Abstiegsfrage schien damit bereits vorentschieden: Der TSV Waldbüttelbrunn hatte in dieser Phase der Saison fünf Pluspunkte, der TSV Haunstetten zwei und der TSV Ismaning lediglich einen.

    HBC Nürnberg stürzte in der Rückrunde ab

    Nach Weihnachten wandte sich das Blatt dann allerdings nach und nach. Dem TSV Haunstetten gelangen mit nervigem, aber auch sehr erfolgreichem Systemhandball starke 11:9 Punkte, dem HBC in dieser Zeit nur 3:17. Und so geistert schon seit einiger Zeit wieder das Abstiegsgespenst in der Frankenmetropole herum. Bei noch drei ausstehenden Spielen trennen die Nürnberger und Augsburger noch genau zwei Punkte. Damit wird spannend, wer sein Restprogramm besser nutzen wird. Der TSV Haunstetten spielt noch daheim gegen Lohr und Rothenburg sowie auswärts in Bayreuth. Die Sonntagsgastgeber des VfL sind anschließend beim TSV Waldbüttelbrunn und zum Saisonabschluss in eigener Halle gegen den TSV Allach im Einsatz.

    Die Tendenz spricht derzeit eher für den TSV. Gerade das vergangene Wochenende war bitter für die Franken. Viel hatten sie sich für das Duell bei den ebenfalls zuletzt stark gerupften Anzinger Löwen vorgenommen. Zur Halbzeit bestand beim 13:10-Rückstand noch Schlagdistanz. In der 40. Minute schwammen dann aber die Felle davon, als die entfesselten Oberbayern von 20:16 auf 23:16 davonzogen. Die HBC-Köpfe sanken immer tiefer, alle Dämme brachen und am Ende stand eine in der Höhe nicht erwarteter 31:22- Niederlage. Der SV Anzing griff dabei übrigens erfolgreich zum letzten Strohhalm Trainerwechsel: Für den ehemaligen Günzburger Julian Ruckdäschel übernahm Kay Hoffmann das Traineramt.

    Die Rückfahrt der Nürnberger aus Anzing dürfte nachdenklich gewesen sein. Verpasste Chancen, der gesamte Rückrundenverlauf und das bevorstehende Restprogramm schwirrten sicher durch die Köpfe der HBC-Akteure. Doch die Günzburger dürfen den kommenden Gegner keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen: Der jahrelange Wettkampf und die jüngsten Auf- und Abstiege haben die Nürnberger geformt. Die lädierte Krone dürfte wieder gerichtet sein und das Team wird alles daran setzen, um den dringend benötigten Sieg gegen den VfL einzufahren.

    Trainer Jooß: „Toll spielen zählt nicht, es geht am Ende um zwei Punkte“

    Leicht dürfte das nicht werden, denn auch die Günzburger möchten nach den unglücklichen Niederlagen gegen HT München und die TG Landshut unbedingt in die Erfolgsspur zurück. „Toll spielen zählt nicht, es geht am Ende um zwei Punkte“, so Trainer Sandro Jooß. Im Hinspiel lieferten beide Mannschaften in der Rebayhalle ein temporeiches Spiel. Beim 21:14 pfiffen die Schiedsrichter zur Halbzeit, am Ende leuchtete ein torreiches 38:32 von der Anzeigentafel. Der VfL befand sich damals in optimaler Form. Auch aktuell spielt die Mannschaft gut, nur der Punktelohn fehlte. Der soll nun eingefahren werden. „Dafür werden wir alles raushauen“, freut sich Daniel Jäger auf die Herausforderung in Nürnberg. Wie immer bietet der VfL Günzburg Mitfahrgelegenheit im Mannschaftsbus an. (AZ)

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Anmelden

    Sie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren