Ein handballerischer Leckerbissen wartete am späten Samstagvormittag auf die zahlreichen Zuschauer, die ihren Weg in die Rebayhalle zu dieser ungewohnten Zeit gefunden hatten. Der neue A-Jugend-Jahrgang kämpfte um das Weiterkommen im Rennen um die begehrten Startplätze in der A-Jugend-Bundesliga. Mit dem TSV München-Allach kam ein erwartet schwerer Gegner, dessen Kader sich aus ehemaligen Jugendbundesligaspielern, frisch gebackenen Deutschen Pokalsiegern der B-Jugend sowie dem jüngeren Jahrgang des Regionalligameisters der A-Jugend zusammensetzte.
Günzburg hält in der ersten Halbzeit stark dagegen und führt zwischenzeitlich gegen den Favoriten aus München-Allach
Auch wenn sich im Vorfeld schon angedeutet hatte, dass hier ein Kampf von David gegen Goliath stattfinden würde, gingen die Günzburger Spieler hochmotiviert in die Partie und zeigten die ganze Bandbreite ihres Könnens. Mit einem starken Schlussmann im Rücken nutzten sie vorne alle sich ergebenden spielerischen Vorteile und lagen in der 17. Minute beim Stand von 10:7 mit drei Toren in Führung. Aufgrund des breiteren Kaders und der sich daraus ergebenden konditionellen Vorteile konnte Allach aufholen und mit zwei Toren zur Halbzeit (15:17) in Führung gehen.
Trotz Niederlage zeigen die Günzburger A-Jugendlichen eine kämpferisch starke Leistung in der Bundesliga-Qualifikation
Viel Zuversicht hatten die vielen Fans auf der Tribüne und hofften auf einen positiven Verlauf der zweiten Spielhälfte, in der die Günzburger Jungs nochmals alle Register ziehen würden. Leider begann diese aus Sicht der Gastgeber unglücklich. Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit hätten bei drei Situationen auch Siebenmeterentscheidungen für Günzburg gegeben werden können, was jedoch nicht der Fall war. Als dann kurze Zeit später bei zwei erfolgreichen Durchbrüchen nicht auf Vorteil entschieden wurde, sondern stattdessen auf Foul, war die Aufholjagd unterbrochen und die Gäste bauten ihren Vorsprung zum 18:23 aus. Beim Stand von 20:27 versuchten die Weinroten durch offensive Manndeckung, Boden gutzumachen, was auch nicht gelang. Am Ende stand ein aus Günzburger Sicht enttäuschendes 24:32 auf der Anzeigentafel.
So knapp vor der Qualifikation zur Bundesliga zu scheitern, tut sehr weh. Trotz allem sind die beiden Trainer Alexander Jahn und Beni Telalovic stolz auf ihre Jungs, die mit großer Leidenschaft gekämpft und alles versucht haben. (AZ)
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