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Staatssekretär Markus Schick: Aus Wattenweiler ins Bundeslandwirtschaftsministerium

Landkreis Günzburg

Staatssekretär Markus Schick: Unser Mann in der Bundesregierung

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    Markus Schick stammt aus dem Landkreis Günzburg. Seit dem vergangenen Jahr ist er als Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium Teil der Bundesregierung.
    Markus Schick stammt aus dem Landkreis Günzburg. Seit dem vergangenen Jahr ist er als Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium Teil der Bundesregierung. Foto: Rebekka Jakob

    Bürgermeister Markus Dopfer ist schon ein wenig stolz, als er ans Rednerpult tritt. „Wir sind im Landkreis jetzt das Zentrum der Bundesregierung“, sagt der Neuburger Rathauschef augenzwinkernd beim Empfang im Günzburger Landratsamt. Zu diesem Status kam seine Gemeinde, genauer gesagt der Ortsteil Wattenweiler, vor etwa sieben Monaten, als in Berlin die neue Bundesregierung die Arbeit aufgenommen hat. Als beamteter Staatssekretär im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat unter Bundesminister Alois Rainer (CSU) ist Markus Schick Teil dieser Bundesregierung. Wer ist der Mann, der schon seit sechs Jahren in leitender Position im Bundesministerium tätig war? Bei einem Empfang zu seinem Amtsantritt gab es viel Persönliches zu erfahren - und sogar das ein oder andere überraschende Detail.

    Dass es sieben Monate gedauert hat, bis der Staatssekretär Zeit für einen offiziellen Empfang und ein erstes Kennenlernen mit Vertreterinnen und Vertretern unter anderem aus der Forst- und Landwirtschaft hatte, ist dem vollen Terminkalender des Mediziners geschuldet. Erst beim dritten Anlauf hatte es am vergangenen Wochenende geklappt. Für den 62-Jährigen gab es dabei auch das ein oder andere unerwartete Wiedersehen. Etwa mit Angelika Fischer aus Günzburg, bei der er mehrere Wochen tierärztliches Praktikum absolviert hatte. „Es freut mich sehr, dass heute so viele Freunde und Bekannte da sind“, so Schick mit Blick auf die versammelten Gäste.

    Anruf aus Berlin bringt Schick ins Bundeslandwirtschaftsministerium

    Geboren ist Markus Schick 1963 in Mindelheim, „aber nur, weil meine Mutter dorthin eine Verbindung hatte“. Aufgewachsen und zur Schule gegangen ist er in Burgau. Und nach einem Intermezzo im Landkreis Neu-Ulm lebt der Vater von fünf Kindern nun seit 37 Jahren in Wattenweiler. Sein Lebensmittelpunkt ist zwar beruflich gesehen in Berlin, doch daheim ist er im Landkreis Günzburg. „Bei meinem Dienstwagen habe ich mir das Kennzeichen B-GZ erbeten“, verrät er. Und mit dem Zug dauere die Fahrt von Berlin nach Günzburg ja auch nur fünf Stunden. Wenn er daheim ist, packt er auch dort mit an, etwa bei den Festtagen im vergangenen Jahr. Und dass es in seinem Heimatort einen neu gestalteten Zugang zur Günz gibt, daran ist Markus Schick ebenfalls beteiligt.

    Schick studierte Tiermedizin und Medizin, als Lehrbeauftragter und Honorarprofessor für staatliche Tierseuchenbekämpfung an der Ludwig-Maximilians-Universität München tätig. Sein Referendariat absolvierte er im Landratsamt Günzburg, mit dem er nach wie vor verbunden ist, hier arbeitet seine Frau. „Dann rief mich Barbara Stamm an und hat mich nach München geholt“, erzählt Schick. Nach seiner Ministeriums-Tätigkeit ging es für ihn für sechs Jahre nach Brüssel in die Vertretung des Freistaats, bevor er Vizepräsident des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit wurde und danach als Gründungspräsident das Bayerische Landesamt für Pflege aufbaute.

    Wattenweiler freut sich über Schicks Rolle in der Bundesregierung

    2020 kam dann der Anruf aus Berlin. „Ich war mit meiner Frau auf dem Günzdamm unterwegs, als das Telefon klingelte.“ Am Apparat: eine Mitarbeiterin der damaligen Parlamentarischen Staatssekretärin Julia Klöckner, der heutigen Bundestagspräsidentin. Sie holte ihn als Abteilungsleiter ins Bundeslandwirtschaftsministerium. Dort ereilte ihn dann im vergangenen Jahr erneut ein Anruf. „Das geht dann ganz einfach: Es wurde gefragt, Herr Schick, sind Sie noch im Hause? Kommen Sie doch mal kurz runter zum Gespräch.“ Dem Wattenweiler wurde der Job als Staatssekretär angeboten. Und er nahm ihn an. „Man darf das Ja-Sagen nicht verlernen“, wirbt Markus Schick für Mut zu solchen Veränderungen. „Es wird nie so, wie man es erwartet.“

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