Es war alles vorbereitet im Stadtbad Ichenhausen: Die Pools sind mit Wasser gefüllt, die Liegewiesen akkurat gemäht, die Hecken geschnitten. Traditionell sollte das Bad am 15. Mai eröffnen. Doch daraus wird heuer nichts, der Saisonstart wird verschoben. An diesem Freitag können Hartgesottene höchstens in die eisige Günz springen.
Am Ende der jüngsten Stadtratssitzung kam Bürgermeister Robert Strobel auf das Thema Stadtbad zu sprechen. Er leitete ein mit einem Wort: „Wetter“. Das spiele derzeit leider überhaupt nicht mit. Das habe mit dem Phänomen der „Eisheiligen“ zu tun, die jedes Jahr vom 11. bis 15. Mai stattfinden und heuer ihrem Namen besondere Ehre machten. Für den geplanten Saisonstart im Freibad sind keine zwölf Grad, Regen und zum Teil sogar Gewitter vorhergesagt. Wie Strobel berichtete, habe er sich mit dem neuen Bademeister Francesco Catarozzo getroffen und eine Lagebesprechung abgehalten. Bei solch katastrophalen Wetteraussichten das Bad zu öffnen, wenn die Gäste ohnehin ausbleiben, sei sinnlos.
Sie hätten deshalb darüber nachgedacht, den Start zu verschieben. Wenn sich die Eisheiligen ausgetobt hätten und die Temperaturen wieder ansteigen, sei ein besserer Zeitpunkt. Die Überlegung, den Saisonstart zu verschieben, habe nichts mit fehlendem Personal zu tun gehabt, betonte Strobel. Personell wäre man in der Lage gewesen, wie geplant zu öffnen. Wer trotzdem unbedingt am 15. Mai in die Badesaison unter freiem Himmel starten möchte, dem bleibt der Sprung in die Günz: Die Badestelle ist offen, das Wasser allerdings nicht wirklich warm, ist Strobel überzeugt.
Und wann soll das Stadtbad nun öffnen? Der neue Bademeister und die neuen Pächter des Kiosks, das Geschwisterpaar Christina Konstantinidou und Savvas Konstantinidis, einigten sich darauf, am Mittwoch, 20. Mai, zu starten. Auf Strobels Frage in die Runde des Gremiums, ob alle damit einverstanden wären, schnellten alle Hände in die Höhe.
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