Trachten sind weit mehr als bunte Folklore oder Oktoberfest-Accessoire – sie sind ein Stück lebendige Kulturgeschichte. Das zeigte der Trachtenkulturmarkt, der in diesem Jahr erstmals im Kloster Wettenhausen stattfand. Die Organisatoren waren überwältigt vom großen Zuspruch, den die Veranstaltung erhielt. Der ursprünglich in Krumbach beheimatete Markt fand heuer zum ersten Mal in den Räumen des Klosters statt, weil dort das historische Flair für den über die Jahre hinweg immer größer werdenden Markt gegeben ist. Schwester Theresia, die Priorin der Dominikanerinnen, stellte die Räumlichkeiten ihres Klosters für diese ungewöhnliche Nutzung gerne zur Verfügung. Sie verweist darauf, dass die im Kloster lebenden Schwestern sehr traditionsbewusst seien und sich freuten, wenn Menschen sich mit dem Thema Trachten befassen. Dabei sei es ihnen allerdings wichtig, authentisch zu sein, und die Frage nach der Tracht nicht dem folkloristischen Oktoberfest zu überlassen.
Wettenhausen
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