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Tschernobyl: Wie erlebte der Landkreis Günzburg die Reaktorkatastrophe?

Landkreis Günzburg

40 Jahre Tschernobyl: Wie haben Sie die Reaktorkatastrophe erlebt?

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    Auch Jahre nach dem Reaktorunglück war die Katastrophe von Tschernobyl bei Demonstrationen in Gundremmingen immer wieder ein Thema.
    Auch Jahre nach dem Reaktorunglück war die Katastrophe von Tschernobyl bei Demonstrationen in Gundremmingen immer wieder ein Thema. Foto: Rene Paetow, dpa (Archivfoto)

    Der 1. Mai des Jahres 1986 war ein angenehm warmer Tag. Viele hatten den Feiertag für eine Radtour ins Grüne genutzt. Kinder tollten im Garten oder auf dem Spielplatz herum. Zwar war bekannt, dass wenige Tage zuvor, genauer am 26. April, in der Sowjetunion ein Atomkraftwerk in Brand geraten war - in einem bis dahin nie gehörten Ort namens Tschernobyl. Doch die damalige UdSSR war zum Glück weit weg. „Keine Gefahr“, ließen Politiker in Bund und Land wissen. Sie hatten keine Ahnung, wovon sie sprachen. Wie auch? Ein solcher Fall war in den deutschen Krisenszenarien nicht vorgesehen. Und die Sowjet-Führung hielt mit Informationen lange hinter dem Berg. Wie rat- und hilflos die Behörden auch in unserer Region in den ersten Tagen nach dem Super-Gau waren, illustrieren die Erinnerungen jener, die damals etwa an den Landratsämtern mit Tschernobyl und den Folgen befasst waren. Der Not gehorchend, war mancher Sachfremde urplötzlich in den Stand des Strahlenexperten erhoben worden. Sie wussten freilich so wenig wie die besorgten Bürger.

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