Beate Mendle lässt Revue passieren, was ihre damals 19-jährige Mandantin ertragen musste: „Sie freute sich, eine Clique gefunden zu haben. Sie fühlte sich sicher und geborgen.“ Die Nebenklage-Vertreterin erzählt in ihrem Plädoyer am dritten Prozesstag noch einmal, dass die Jugendliche über ihre Freundin die beiden jungen Männer kennenlernte, die sich nun vor dem Landgericht Memmingen verantworten müssen. Nachdem die Stimmung in dem Freundeskreis gekippt war, sei die 19-Jährige „zur sexuellen Leibeigenen der beiden Angeklagten“ geworden, mehrfach vergewaltigt und missbraucht worden. „Die Angeklagten haben ein Geständnis abgegeben, aber es ist beängstigend, mit welcher Rohheit und Empathielosigkeit sie einen anderen Menschen als Taxi, als Geldautomat benutzt und sexuell abhängig gemacht haben“, so Mendle.
Ichenhausen/Memmingen
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