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25.07.2010

Aktivisten rollen "Atommüll" durch zwei Städte"

Vom Regen ließen sich die Atomgegner nicht abschrecken und rollten mit ihren Fässern vom Bahnhof Neu-Ulm gen Ulm. Foto: Riedel
Bild: Riedel

Ulm/Neu-Ulm Mit Trommeln, Pfeifen und "Atommüllfässern" zog am Samstag eine Gruppe Demonstranten vom Neu-Ulmer Bahnhof über den Petrusplatz nach Ulm, um gegen die Atomenergie zu demonstrieren. Unter dem Motto "Atomausstieg jetzt" machte das gleichnamige neu gegründete Aktionsbündnis mit ihren Trommeln und Pfeifen auf sich aufmerksam. Hauptziel des Bündnisses ist es, auf ein rasches Abschalten der Atomkraftwerke hinzuwirken.

Erfolge erneuerbarer Energien

Dabei soll auf die Potenziale und Erfolge der erneuerbaren Energien sowie Handlungsmöglichkeiten für jeden Einzelnen hingewiesen werden. Das Bündnis will zudem verdeutlichen, dass Atomkraft entgegen der Ansicht einiger Politiker als Brückentechnologie ungeeignet und unnötig ist, sondern vielmehr den Ausbau der erneuerbaren Energien blockiere. Regionalgeschäftsführer des Bund Naturschutz, Ralf Stolz, sieht die "aufblühende Anti-Atom-Bewegung" in der Region in einer besonderen Verantwortung, nachdem nur knapp 30 Kilometer von Ulm entfernt in Gundremmingen Deutschlands größtes Atomkraftwerk steht. Das neben dem Atomkraftwerk errichtete Atommüll-Zwischenlager fasse 192 Castoren mit hoch radioaktiven abgebrannten Brennelementen.

Nur Wind- und Wetterschutz

Aktivisten rollen "Atommüll" durch zwei Städte"

Wegen der Hitzeentwicklung der Brennelemente sei eine Leichtbauweise gewählt worden, die lediglich einen Wind- und Wetterschutz biete, aber keinen Schutz vor Terrorangriffen.

In dem Aktionsbündnis "Atomausstieg jetzt!" haben sich über 20 Gruppen und Initiativen zusammengeschlossen. (ilse/heo)

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