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Bürgerversammlung: Straßenschäden sorgen für Zündstoff

Bürgerversammlung

Straßenschäden sorgen für Zündstoff

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    Illertissen-Au Es war eine lange Liste von Punkten, die der Vorsitzende des Auer Kulturrings, Martin Binder, bei der Bürgerversammlung in der Josef-Weikmann-Halle anmahnte. „Wieder sind einige Dinge nicht erledigt worden“, kritisierte er Bürgermeisterin Marita Kaiser und die Illertisser Stadtverwaltung. Besonders der Umstand, dass noch immer kein neues Bushäuschen an der Haltestelle „Bürststraße“ aufgestellt worden ist, störte Binder. Schon in den vergangenen Versammlungen habe er auf diesen Punkt hingewiesen. „Letztes Jahr haben sie gesagt, es ist bereits bestellt“, so der Kulturringvorsitzende.

    Laut Tiefbauamtsleiter Bernd Hillemeyr sollen das Wartehäuschen und ein weiteres auf der gegenüberliegenden Seite noch in diesem Jahr angebracht werden. Binder hakte nach: „Was jetzt da ist, kommt weg und nicht bloß ein neues Dach drauf?“ Hillemeyr bejahte.

    Der Zustand der Friedhofstraße und der Dorfstraße sei sehr schlecht, bemängelte Binder. In der Dorfstraße löse sich teilweise schon der Belag. Außerdem gebe es wegen des massenhaften Parkens für die Landwirte quasi kaum mehr ein Durchkommen. Die Autos gehörten raus aus der Dorfstraße, das Parken in Kurven polizeilich verboten. Bürgermeisterin Kaiser gab zu bedenken, dass der Konflikt zwischen Autos und landwirtschaftlichen Fahrzeugen in vielen Gemeinden schwele, es dafür aber kaum eine Lösung gebe.

    Kulturringvorsitzender verweist auf Dorferneuerung in Jedesheim

    Binder will, dass Au auch etwas von der großen Gewerbesteuernachzahlung der Firma Pfizer hat, die schließlich einmal zu Au gehört habe. Er verwies auf die Dorferneuerung in Jedesheim und forderte, dass auch in Au mehr für das Erscheinungsbild getan wird. Weiter sprach er unter anderem das hohe Verkehrsaufkommen und die fehlende Beleuchtung an Radwegen außerhalb der Siedlung an. Gemeint sind die Straßen nach Betlinshausen und nach Bellenberg. Mitarbeiterinnen des Bellenberger Edeka-Marktes hätten die morgendliche Dunkelheit vor allem auf Höhe des Baggersees beklagt. Laut Bürgermeisterin Kaiser müsste dann jedoch überall in den Außenbereichen der Stadtteile eine Beleuchtung angebracht werden. Der Schritt sei aufwendig und müsse genau überdacht werden.

    Heiner Oßwald fordert höheren Sold für Dritte Bürgermeisterin

    Auch Heiner Oßwald wartete mit einer leidenschaftlich vorgetragenen Forderung auf. Die Dritte Bürgermeisterin Gabriele Weikmann-Kristen bekäme angesichts der vielen Termine, die sie wahrnehmen müsse, einen deutlich zu niedrigen Sold. „Ändern sie das“, sagte Oßwald. Kaiser signalisierte Verständnis und Zustimmung, verwies aber darauf, dass dies eine Entscheidung des Stadtrats sei. Weikmann-Kristen legte im Gespräch mit der IZ wert darauf zu betonen, dass sie das Amt nicht des Geldes wegen ausübe, sondern aus Liebe zum Dorf und zur Stadt. „Ich mache es der Leute wegen“, sagte sie.

    In einer rund einstündigen Ansprache hatte Kaiser vor der Diskussionsrunde die Illertisser Stadtpolitik und insbesondere die für den Stadtteil Au relevanten Ereignisse und politischen Entscheidungen Revue passieren lassen. Sie erinnerte beispielsweise daran, dass das Dach der Sporthalle im vergangenen Winter wegen unzureichender Statik mehrfach von der Feuerwehr geräumt werden musste. Dass zwei ausgediente Maibäume abgesägt und als provisorische Stützen verwendet worden sind, habe auch überregional mediale Aufmerksamkeit auf Au gelenkt. Der Abriss der Traditionswirtschaft Sonne sorge derzeit für ein „nachkriegsähnliches“ Bild. Eine rechtliche Handhabe gegen den noch stehenden Mauerrest aus Sicherheitsgründen gebe es nicht. Immerhin habe man beim Eigentümer das Bewusstsein geweckt, „dass hier noch Dinge zeitnah zu erledigen sind“.

    Insgesamt verlief die Bürgerversammlung ohne allzu große Aufreger. Gekommen waren geschätzte 60 bis 70 Besucher.

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