Startseite
Icon Pfeil nach unten
Illertissen
Icon Pfeil nach unten
Oberroth
Icon Pfeil nach unten

Energie: Wo sich Räder drehen können ...

Energie

Wo sich Räder drehen können ...

  • |
  • |
  • |
    Wo sich Räder drehen können ...
    Wo sich Räder drehen können ... Foto: Laut Regionalplanung könnte nur 500 Meter östlich von Schalkshofen eine Windkraftanlage entstehen, da es sich bei diesem Oberrother Ortsteil um eine Splittersiedlung handelt. Foto: clb

    Buch/Oberroth Bläst der Wind im Bereich der VG Buch wirklich stark genug? Sind die in der Fortschreibung des Regionalplans „Nutzung der Windkraft“ festgesetzten Abstände von Windrädern zu Siedlungsbereichen zu knapp bemessen? Welche Aufgaben und Probleme birgt die Erschließung von Windkraftstandorten hinsichtlich der benötigten Zufahrtswege und der Stromeinspeisung? Mit diesen Fragen befassten sich die Gemeinderäte aus Buch, Oberroth und Unterroth bei einer Informations- und Diskussionsveranstaltung.

    Bis zum 17. Februar sollen die Kommunen ihre im Rahmen eines informellen Anhörungsverfahrens geforderten Stellungnahmen zum Entwurf der regionalen Teilfortschreibung abgeben. Damit können sie eine Auswahl aus den Flächen treffen, die der Regionalverband Donau-Iller als Vorrang- und Ausschlussgebiete für Windkraft ausweist, informierte Oberroths Gemeindeoberhaupt Erwin Reiter als Gastgeber der ersten gemeinsamen Sitzung aller drei Gremien. Nachdem die Bürgermeister bereits umfassend über das Regionalkonzept unterrichtet wurden, sollten mit dem Ziel einer Bürgerakzeptanz auch die Ratsgremien ausreichend informiert werden.

    Im Zuge der Energiewende soll der Stromanteil aus Windkraft bis zum Jahr 2020 von derzeit 0,9 auf zehn Prozent gesteigert werden, verdeutlichte Dr. Ulrich Ottersbach, stellvertretender Direktor des Regionalverbands Donau-Iller: „Wir haben den Auftrag, Flächen dort auszuweisen, wo sie am erträglichsten sind.“ Nach Abzug aller Ausschlusskriterien eigneten sich knapp 11000 Hektar, das entspreche nur zwei Prozent der gesamten Regionsfläche für Windkraft. Allerdings fehle für die konkrete Planung noch die Stellungnahme des Naturschutzbereichs Artenschutz.

    Da die Region Donau-Iller im Vergleich zu Norddeutschland eher windarm sei, gelte das Bestreben, immer höhere Windräder zu er-richten. Die derzeitige Referenzanlage messe eine Nabenhöhe von 140 bis 160 Meter, einen Rotordurchmesser von 100 Meter und somit eine Gesamthöhe von rund 210 Meter. Da man sich bei der Errichtung von Windkraftanlagen im Einzelfall nicht allein auf die Daten des TÜV-Süd verlassen könne, müssten vorab unbedingt konkrete Messungen erfolgen.

    Aber auch weil die Energiegewin-nung vom Windangebot der Zukunft abhänge, berge die Investition in Windkraft gewisse Risiken, verdeutlichte Ottersbach. Die Goldgräberstimmung werde bald abflachen. „Jede Anlage muss mit spitzem Bleistift berechnet werden“, bestätigten die Vertreter von zwei lokal ansässigen Firmen, die Windkraftanlagen planen, realisieren und betreiben. „Beim Einstieg in die Praxis wird sich manche Euphorie bald legen.“ (clb)

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden