Ranzenburg/Dietenheim Fasnet-Ausgraba, Rathaussturm, Prinzenproklamation, das alles ist den Narren von jenseits der Iller noch zu wenig Gaudi am heutigen Fasnets-Hochfest: Sie wollen die Tradition mit neuen Ideen auffrischen und für noch mehr Abwechslung im Programm sorgen. Erstmals werden am großen Fackelumzug, der um 18 beim Schulhof beginnt, (Aufstellung 17.30 Uhr), alle örtlichen Maskengruppen mitwirken. Spielmannszug und Stadtkapelle sind ebenfalls dabei und auch die Kindergärten St. Martin und St. Josef machen mit.
Entmachtung des närrischen Schultes
Das große Spektakel wird diesmal am geräumigen Marktplatz stattfinden. Hoffentlich lässt sich „die Fasnet“ aufspüren, sonst wären all die vielen Vorbereitungen für die Katz! Doch die Männer vom Bauhof haben alle Werkzeuge dabei, um fündig zu werden. Dann kann die Entmachtung des närrischen Schultes folgen, diesmal ein ganz besonderes Ereignis, weil er tatsächlich nur noch wenige Wochen im Amt ist. Der Prinz wird in einer wegweisenden Proklamation Visionen von einem Ranzenburg der Zukunft verkünden.
Neu ist die danach folgende Sage. In ihr lässt der Nachtwächter ein Kind die schauerliche Nacht miterleben, da alle möglichen Hexen, Geister und Elben in der Gumbigen-Doschtig-Nacht die braven Bürger bedrohten. Die hatten sich in ihre Häuser zurückgezogen. Jetzt kann der nächtliche Spuk hautnah miterlebt werden.
Ab etwa 19.45 Uhr folgt all dem ein buntes Treiben auf dem Marktplatz. Der Erlös aus dem Verkauf von Speisen und Getränken kommt den beiden Kindergärten zugute. Und danach ist – übrigens auch erstmalig – lustiges Treiben in allen Lokalen und in der Giaßabar. Auswärtige Besucher können den Fahrdienst in Anspruch nehmen. Der Omnibus fährt zweimal, um 0.20 Uhr und um 2 Uhr von der Haltestelle Illertisser Straße bei der Gießabar ab. (ch)