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Medizin

25.01.2019

Gegen Osteoporose geht es aufs Rüttelbrett

Nach der Theorie die Praxis: Im Anschluss an seinen Vortrag lässt Banti die Zuhörer das Rüttelgerät zum Anregen des Knochenwachstums testen.
Bild: Regina Langhans

Der Arzt Piero Banti aus Illertissen klärt über Knochenschwund auf. Wer besonders gefährdet ist

Gegen die „Volkskrankheit“ Osteoporose ist nicht direkt ein Kraut gewachsen. Dennoch können Betroffene etwas dagegen tun. Das haben rund 50 Interessierte – hauptsächlich Frauen – beim Vortrag des ehemaligen Chefarztes für Anästhesie und Schmerztherapie der Illertalklinik, Piero Banti, gelernt. Die Veranstaltung des Fördervereins „Gesundheitspflege Illertal“ fand in Räumen der Kränzle-Stiftung an der Siemensstraße, Illertissen, statt. Dort berät der Vorsitzende Banti als „Rentner“, wie er selbst sagt, oder hält Fachvorträge. Zu seinen Spezialgebieten zählt zweifelsohne der Umgang mit der „Volkskrankheit“ Osteoporose.

Knochen sehen aus wie löchriger Schweizer Käse

Die mit Kalziummangel einhergehende Krankheit, auch Knochenschwund genannt, entstehe, „wenn der Körper mehr Knochengewebe ab- als aufbaut“, so Banti. „Dann sehen die Knochen aus wie ein löchriger Schweizer Käse.“ Und sie sind anfälliger für Brüche. Heute sei jede zweite Frau über 50 Jahren von Osteoporose betroffen. 25- bis 35- Jährige besäßen die stärksten Knochen, informiert der Experte. Dann nehme die Knochenmasse ab, bei Frauen früher und häufiger als bei Männern. Banti nennt drei Faktoren, die Betroffenen helfen könnten: Bewegung, Ernährung, Medikamente. Durch Bewegung blieben Gelenke funktionsfähig und Knochen stabil. Bei der Ernährung gelte es, den Fokus auf Milch- und Käseprodukte zu legen sowie ausreichende Vitamin-D-Zufuhr, am besten durch Sonnenlicht. Banti präzisiert: „Sonnencreme ist hinderlich, daher sollte man sich am besten nach 16 Uhr im Freien aufhalten und ein Drittel der Körperfläche von Kleidern frei halten.“

Was Betroffenen helfen kann

In Kombination mit Medikamenten gebe es für Erkrankte Hoffnung. Trainingsgeräte wie eine „Rüttelmaschine“ würden helfen den Knochenaufbau anzukurbeln. Es gebe auch Risikofaktoren, die eine Erkrankung wahrscheinlicher machen, sagte Banti. Rheuma, Diabetes, Epilepsie oder Schilddrüsen-Überfunktion würden Knochenschwund begünstigen. Ebenso die Einnahme bestimmter Arzneien oder erbliche Vorbelastung. Banti: „Wer Angehörige mit Oberschenkelhalsbrüchen hat oder selbst ohne ersichtlichen Grund zu Stürzen neigt, ist gefährdet.“ Ebenso Raucher oder Fleischliebhaber, deren Körper zur Übersäuerung neigten. Der Ratschlag: „Einmal Fleisch pro Woche, zweimal Fisch.“

Seinen Vortrag würzte Piero Banti – in Illertissen für direkte Wortwahl bekannt – mit amüsanten Vergleichen. Seitliche Körperfalten bei älteren Menschen seien Anzeichen für eine schrumpfende Wirbelsäule. Von der Seite würde das wie ein „Bauchlein“ aussehen und von hinten wie ein „auseinandergehender Tannenbaum“. Verantwortlich seien dafür auch sogenannte Wirbelkörperbrüche, wenn sie unerkannt blieben. Daher: Bei Rückenschmerzen besser zum Arzt. Wirbel ließen sich mit Zement stabilisieren.

Bantis Ratschläge kamen bei den Zuhörern an. Etliche wollten auch das Rüttelgerät testen.

Was nach neuesten Erkenntnissen auch gegen Osteoporose hilft:

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28.01.2019

Also ich kann nur sagen, das würde mich auch mal interessieren, wie denn sich so eine Rüttelmaschine denn anfühlt und wie man sich denn da durchrütteln lassen kann gegen die Osteoporose, und ja wieder was gelernt. Ich gehöre durch meine Familiengeschichte auch zu der Risikogruppe und mir ist auch nahe gelegt worden mich ausreichend mit Vitamin D zu versorgen was ich auch tue mit D3 Solarvit K2, da passt auch das weitere Zusammenspiel mit K2, beides ergänzt sich. Ich meine Tropfen kann man nun wirklich leicht einnehmen und auch den Spiegel ja regelmäßig testen lassen gehen. Werde mich aber auch zusätzlich mal nach so einem Rückelspaß umsehen, das könnte ja in meiner Verwandtschaft auch gut anschlagen.

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