Vöhringen-Illerzell Jeweils einstimmig haben gestern der Bau- und der Schulausschuss des Neu-Ulmer Kreistags in ihrer gemeinsamen Sitzung die Erweiterungs- und Sanierungspläne für das Illerzeller Illertal-Gymnasium abgesegnet. Kosten wird das Vorhaben circa 18,4 Millionen Euro.
Die Schule hat bereits 30 Jahre auf dem Buckel und muss dringend auf Vordermann gebracht werden. Zudem herrscht in dem Gebäude mittlerweile Platzmangel, weil die Schule eine „erfreuliche Entwicklung“ in Sachen Schülerzahlen genommen hat, wie Landrat Erich Josef Geßner sagte.
Die Erweiterung und der Umbau ist auf künftig 27 Klassen ausgelegt. Wie Schulleiter Ralf Schabel den Ausschussmitgliedern berichtete, hätte die Schule lieber eine Ausrichtung auf 30 Klassen gehabt, um ihr Ziel möglichst niedriger Klassenstärken noch besser verfolgen zu können; angesichts der prognostizierten geringeren Geburtenzahlen in Vöhringen und Senden habe man aber einen Kompromiss gefunden.
Von außen zu sehen sein wird künftig ein Erweiterungsbau im Norden, gebaut im Passivhaus-Standard. Zudem wird die Hausmeisterwohnung in der Schule erweitert und im Inneren neu zugeschnitten. Damit das Ganze optisch mit dem bestehenden Gebäude harmoniert, wird die Fassade des neuen Trakts der des alten weitgehend ähneln.
Umfangreich umgestaltet wird das Innere des Gymnasiums. Zum Beispiel wird sowohl die Aula als auch das Lehrerzimmer deutlich vergrößert bzw. erweitert und der Verwaltungstrakt im Süden neu konzipiert.
Beibehalten wird die Heizung beziehungsweise Kühlung der Schule durch eine Wärmepumpe.
Von der Präsentation der Pläne durch Planer Ludwig Karl vom Münchner Architekturbüro Karl und Probst zeigten sich die Kreisräte durchaus angetan, allerdings fragte Gerhard Leopold (FWG), wie genau die Kostenberechnung sei. Er erfuhr: Genau.
Werner Zanker (SPD) gab zu bedenken, die Erweiterung könnte zu groß ausfallen, wenn sich die „Schülerströme“ verlagern, sollte das Neu-Ulmer Lessing-Gymnasium eine neue Bleibe im Süden der Stadt beziehen. Zudem merkte Zanker an, dass es gewisse Unsicherheiten in Sachen G8 beziehungsweise G9 gebe. (kr)