Rappelvolle Züge und beklemmende Enge im Waggon – darüber ärgern sich derzeit Pendler und Zugreisende, die mit der Regionalbahn von Ulm nach Memmingen unterwegs sind. Denn: Statt wie gewöhnlich zwei, fährt nur ein Zugteil im Bahnhof ein. „Die Züge sind teilweise so voll, dass Fahrgäste nicht einmal mehr einsteigen können“, beschwert sich ein Pendler in Vöhringen. „Und das nun schon seit mehreren Wochen.“
Bahn kommt mit Reparaturen nicht hinterher
Schuld an den vollgestopften Zügen seien Kapazitätsengpässe bei der Deutschen Bahn. Das teilte ein Konzernsprecher am Mittwoch auf Anfrage der Illertisser Zeitung mit. Weil die Bahn einen Mangel an Ersatzteilen und Engpässe in der Reparatur und Wartung ihrer Fahrzeuge habe, sei derzeit nur ein, statt der eigentlich eingeplanten zwei Zugteile unterwegs. Betroffen sind davon die Regionalzüge der Strecke Ulm – Memmingen – Aulendorf, mit Zwischenhalten in Neu-Ulm, Senden, Vöhringen, Bellenberg, Illertissen, Altenstadt und Kellmünz.
Alternative Strecken für Pendler
Wie lange die Ausfälle noch andauern werden, könne sich derzeit nicht abschätzen lassen. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass sich die Situation wieder bessert“, so der Bahnsprecher weiter.
Für Reisende, die in Illertissen zusteigen, besteht alternativ die Möglichkeit, die Regionalexpress-Züge der Linie Ulm – Memmingen – Kempten zu nutzen. Je nach Fahrtrichtung fahren diese rund 20 Minuten vor beziehungsweise nach den Regionalzügen.