Unterroth Das erste Vereinsjahr für den neuen Vorsitzenden Patrick Niederreuter war gleich ein gutes. Die Jahresversammlung im Lindensaal war von den Mitgliedern des Obst- und Gartenbauvereins Unterroth bestens besucht, nicht zuletzt wegen des Fachvortrags von Kreisimker Walter Burger.
Ein Obstbaumschnittkurs mit Kreisgartenpfleger Rudolf Siehler noch im März beweist, dass das Gartenjahr in Unterroth gut durchorganisiert ist. Sodann galt es, den Jugendgarten in den Schrebergärten an der Roth für die „Gartenzwerge“ neu herzurichten. Von 15 Jugendlichen waren elf gekommen, um mit Jugendwartin Margret Rendle Wege zu mulchen, Zäune zu erneuern, Bäume zu schneiden und einen Komposter aufzubauen. Des Weiteren aktiv wurden sie, indem sie erstmals ein Johannisfeuer in Unterroth organisierten. Jung und Alt arbeiteten gut zusammen, und bei selbst gemachtem Johanniswein und Schmankerln aus Holunder waren alle „Feuer und Flamme“, wie der Vorsitzende berichtete. Der Vereinsausflug galt der Bayerischen Gartenakademie in Veitshöchheim, und dann wartete schon wieder die Gartenarbeit an vielerlei grünen Baustellen im Dorf: zum Beispiel Ausschneidearbeiten um die Wallfahrtsgaststätte Matzenhofen, Pflegearbeiten am Kreisverkehr sowie am Dorffestplatz. Mit dem Putzen der drei Biotope an Baggersee, Mühlhölzle und Matzenhofer Weiher endet in Unterroth das Gartenjahr. Allerdings nicht ohne den obligatorischen Ausblick aufs neue Gartenjahr und das 35. Dorffest. Weil die Apfelernte gut war, wollen die Gartler auf der Fete wieder eigenen Most verkaufen. Wenn am 24. Juni wieder „Tag der offenen Gartentür“ ist, lohne eine Radltour zum Kreismustergarten in Weißenhorn, und das Johannifeuer erfahre wegen seines Erfolges eine Neuauflage.
Patrick Niederreuter verteilte Urkunden an Mitglieder für 25-jährige Vereinstreue und Imker Walter Burger leitete zu seinem hörenswerten Vortrag zur Bienenzucht über, indem er an gemeinsame Ursprünge erinnerte: „Früher gehörten den Obst- und Gartenbauvereinen auch Imker an, da es ohne Bienen kein Obst gibt.“ Erst in den 30er-Jahren sei die Zusammengehörigkeit vielfach zerschlagen worden, weil politisch so gewünscht, um die Vereine nicht zu mächtig werden zu lassen.