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Kreis Neu-Ulm/Günzburg

15.07.2020

Kinderpornografie-Verdacht: Polizei durchsucht Wohnungen

Die Polizei hat bei Razzien in den Landkreisen Neu-Ulm und Günzburg unter anderem Mobiltelefone beschlagnahmt. Die Beamten hatten nach Dateien mit kinderpornografischem Inhalt gesucht.

Polizeibeamte haben mehrere Anwesen nach illegalen Dateien durchsucht. Wieder sind einige der Tatverdächtigen aus den Landkreisen Neu-Ulm und Günzburg.

Wieder hat die Polizei bei Razzien in den Landkreisen Neu-Ulm und Günzburg nach Dateien mit kinder- und jugendpornografischem Material gesucht. Unter den Beschuldigten sind auch Kinder.

Kinderpornografie: Durchsuchungen in zwei Landkreisen

Unter der Federführung der Kriminalpolizei Neu-Ulm haben Beamte neun Anwesen in den beiden Landkreisen durchsucht. Auch Unterstützungskräfte der Bayerischen Bereitschaftspolizei waren dabei mit im Einsatz. Die Durchsuchungen fanden in den Dienstbereichen der Polizeiinspektionen Neu-Ulm, Illertissen, Weißenhorn, Günzburg und Burgau statt. Insgesamt vollzogen die Beamtinnen und Beamten neun Durchsuchungs- und Beschlagnahme-Beschlüsse, heißt es im Polizeibericht. Die Staatsanwaltschaft Memmingen führt in diesem Zusammenhang gegen neun Beschuldigte Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Besitzes und/oder der Verbreitung kinder- oder jugendpornografischer Schriften.

Unter den Tatverdächtigen sind Jugendliche und sogar Kinder

Fünf der Tatverdächtigen sind demnach Jugendliche oder sogar Kinder. Die Betroffenen sollen zwischen 13 und 68 Jahren alt sein. Die Einsatzkräfte beschlagnahmten insgesamt 13 Mobiltelefone, vier Tablets/Laptops, zwei Computer und eine Vielzahl anderer Datenträger.

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Teilweise sollen die Beschuldigten die Dateien aus diversen Sozialen Netzwerken nur empfangen haben, berichtet die Polizei weiter. Ein Ziel der gezielten Öffentlichkeitsarbeit, die unter anderem in Schulen durch die Präventionsbeamten stattfindet, sei die Sensibilisierung eben jenes Personenkreises. Kinder und Jugendliche werden dabei angehalten, sich nicht an Chat-Gruppen zu beteiligen, deren andere Mitglieder sie nicht kennen.

Polizei: Eltern sollen internetfähige Geräte regelmäßig kontrollieren

Gleichzeitig appelliert die Polizei an die Eltern, durch eine ständige Kontrolle der internetfähigen Geräte sicherzustellen, dass ihre Kinder nicht mit entsprechenden Bild- oder Videodateien in Berührung zu kommen. Bereits das automatisierte Herunterladen solchen Bildmaterials auf die Endgeräte könne den Straftatbestand des Besitzes von kinder- und jugendpornografischen Schriften erfüllen.

Die Ermittler kommen inzwischen immer öfter auf die Spuren dieser Dateien. Den Strafverfolgungsbehörden ist es auf verschiedenen Wegen möglich, das Hochladen von kinder- und jugendpornografischen Bildern oder Videos ins Internet oder das Herunterladen dieser Dateien aus dem Internet zu verfolgen. „In diesen Fällen müssen Ermittlungsverfahren eingeleitet werden“, informiert die Polizei. Die zuständigen Staatsanwaltschaften beantragen in der Regel Durchsuchungsbeschlüsse. Wenn dann im Rahmen einer Durchsuchung ein PC, ein Tablet, ein Smartphone oder andere digitale Datenträger mit entsprechenden Dateien festgestellt werden, dann werden diese beschlagnahmt. In der Regel werden solche Datenträger eingezogen – die Betroffenen bekommen die Geräte nach Abschluss des Verfahrens also nicht mehr zurück. (az)

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